Marcell Jansen über die WM-Chancen der DFB-Elf
In der Live-Show „Die WM-WG“ von Absolut Fussball diskutiert der ehemalige Nationalspieler Marcell Jansen über die Möglichkeit einer frühen Niederlage im Turnier und was beim DFB-Team verbessert werden muss.
München – Die Gruppenphase der Fußball-WM 2026 ist für Deutschland beendet. Nach der enttäuschenden Niederlage gegen Ecuador richtet sich der Blick bereits auf das Sechzehntelfinale am Montag, den 29. Juni, um 22:30 Uhr in Boston. Trotz des schwachen Auftritts sieht Jansen keinen Grund zur Panik – im Gegenteil.
In der täglichen Sendung „Die WM-WG“ analysierte der 40-Jährige die Leistung der DFB-Elf und sprach eine klare Schwachstelle an: „Wir sind leicht ausrechenbar in unserem Spiel. Auch unser Spielprofil zeigt, wie man gegen die Deutschen verteidigen kann“, erklärte Jansen.
Für ihn liegt das Problem jedoch nicht bei den einzelnen Spielern. „Das Grundproblem liegt im System und nicht bei dem Einzelnen“, so der Ex-Profi. Die Niederlage gegen Ecuador kam für ihn daher nicht überraschend. Bereits vor dem Anpfiff war Jansen als Einziger in der „WM-WG“ von einem deutschen Sieg nicht überzeugt.
Dennoch blickt der frühere Nationalspieler optimistisch auf die K.-o.-Phase. „Das Spiel kann eine riesige Chance für uns sein“, betonte Jansen. Die Niederlage könne wichtige Erkenntnisse liefern, um vor den entscheidenden Partien die richtigen Anpassungen vorzunehmen. Schließlich sieht er die Qualität im deutschen Kader als unbestritten an: „Unser Kader ist definitiv stark genug, um ein gutes Turnier zu spielen.“
Ob Trainer Nagelsmann tatsächlich taktische Anpassungen vornehmen wird und wie die deutsche Nationalmannschaft auf die Niederlage gegen Ecuador reagiert, wird sich in der K.-o.-Runde zeigen. Nach Jansens Einschätzung bietet die Niederlage jedenfalls die Chance, die richtigen Lehren für den weiteren Turnierverlauf zu ziehen.