Max Eberl betont Fokus auf Fußball und Zukunft beim FC Bayern
Max Eberl hat auf die jüngsten Äußerungen von Uli Hoeneß reagiert und betont, dass für ihn der Fußball und die Zukunft des FC Bayern im Vordergrund stehen.
München – Die Kommentare von Uli Hoeneß über Sportvorstand Max Eberl haben beim FC Bayern für großes Aufsehen gesorgt. Nun hat sich der 51-Jährige erstmals zu den Diskussionen geäußert und klargestellt, dass er die Aufmerksamkeit wieder auf den Sport lenken möchte. In der Sendung SPORT1-Doppelpass bezeichnete Hoeneß den aktuellen Sportvorstand als „ziemlich empfindlich“ und deutete auf Differenzen in Transferfragen hin.
Hoeneß, der in den letzten Tagen viel Kritik für seine deutlichen Worte einstecken musste, sieht keinen Anlass für ein klärendes Gespräch: „Ich habe überhaupt keinen Grund, mich mit Max auszusprechen. Ich bin überzeugt, dass das, was ich gesagt habe, absolut okay ist. Das ist die Wahrheit. Die Wahrheit wird auch so bleiben“, erklärte der 73-Jährige. Tatsächlich war die Situation zum Ende der Sommer-Transferphase angespannt, da der Aufsichtsrat unter Hoeneß Eberl untersagt hatte, weitere feste Transfers zu tätigen; lediglich Leihgeschäfte waren erlaubt. Diese Maßnahme sorgte für zusätzlichen Druck in der Kaderplanung.
Auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen den HSV äußerte sich Eberl nun selbst zu den Vorwürfen. Er vermied eine direkte Konfrontation mit Hoeneß, stellte jedoch klar, dass die öffentliche Debatte für ihn beendet sei: „Ich würde gerne ein Geheimnis offenbaren, was dann kein Geheimnis mehr ist: Bei Vincent, Christoph Freund und mir ist es so, wenn Themen um uns herum sind, die irgendwann ausgelutscht sind, dann haben wir eine Aussage und die heißt: Und jetzt Fußball! Jetzt geht es nur noch um Fußball.“
Eberl betonte zudem, dass die Münchner unter den gegebenen Rahmenbedingungen viel erreicht hätten: „Wir haben eine Transferperiode hinter uns gebracht, in der wir viele Dinge umgesetzt haben unter den Vorgaben, die wir hatten. Wir haben den Kader kleiner gemacht, einen Transferüberschuss erzielt, sehr gute Qualität gefunden und einen Kader, mit dem wir sehr zufrieden sind. Wir haben Platz für Talente geschaffen.“
Gleichzeitig machte der 51-Jährige deutlich, dass er seine Rolle beim deutschen Rekordmeister keineswegs infrage stellt: „Ich möchte hier einen guten Job machen. Ich bin vor 17, 18 Monaten gestartet, es war keine einfache Situation. Das, was ich tue, tue ich mit Leidenschaft, dafür brenne ich. Mein Herz ist hier, ich habe viel vor und will mit Bayern München erfolgreich sein.“
Es ist klar, dass Eberl mit seinen Worten versucht, die Unruhe rund um Hoeneß' Äußerungen zu beruhigen und den Fokus nach vorne zu richten. Angesichts der bevorstehenden Aufgaben in Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal sendet er damit eine klare Botschaft: Interne Diskussionen sollen nicht länger den sportlichen Fokus überlagern. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)