Max Kruse kritisiert Aussage von Max Eberl zur WM-Teilnahme von Manuel Neuer
Max Kruse ist bekannt dafür, offen seine Meinung zu äußern. Der ehemalige Profifußballer hat häufig gegen Spieler und Funktionäre Stellung bezogen, mit denen er nicht einverstanden ist.
In München äußerte sich Kruse nun zu einer Bemerkung von Max Eberl, dem Sportvorstand des FC Bayern. Eberl hatte sich zur WM-Teilnahme des Torhüters Manuel Neuer geäußert, was seit Wochen und Monaten diskutiert wird. „Am Ende entscheidet Manu, ob er zur WM fahren möchte oder nicht, ob sein Rücktritt immer noch gilt“, sagte Eberl kürzlich.
Diese Aussage stieß bei Kruse auf heftige Kritik. „Jeder weiß, dass ich Max Eberl sehr schätze. Aber ich finde, das ist eine arrogante oder respektlose Aussage gegenüber allen anderen Torhütern in der Nationalmannschaft“, erklärte der ehemalige Stürmer, der unter anderem für Wolfsburg und Werder Bremen spielte, in seinem Podcast „Flatterball“, den er zusammen mit dem Ex-Profi Martin Harnik betreibt.
Kruse ließ jedoch nicht locker. „Manuel Neuer hat seine Karriere in der Nationalmannschaft beendet. Punkt! Es ist kein Wunschkonzert, bei dem jeder sagen kann: Jetzt habe ich wieder Lust, jetzt gehe ich dahin und entscheide selbst. Das finde ich unter aller Sau“, fügte er hinzu. Auch Harnik äußerte sich kritisch, jedoch in einem weniger scharfen Ton.
„Die Aussage ist unnötig, denn letztlich entscheidet Manuel Neuer nicht allein. Das muss Bundestrainer Julian Nagelsmann mit seinem Trainerteam entscheiden. Die stehen an der Spitze. Wenn sie Manuel Neuer fragen, ob er noch einmal spielen möchte, liegt die Entscheidung bei ihm“, so Harnik. Kruse ergänzte: „Das ist auch schon ein Hinterherlaufen. Er hat doch gesagt, dass er mit der Nationalmannschaft abgeschlossen hat. Warum sollte man jemandem hinterherlaufen?“
(Dieser Artikel entstand in Kooperation mit neunzigplus.de/)