Messi führt Argentinien ins WM-Finale
Nach einer langen Phase der Abwesenheit trat Lionel Messi wieder als Held einer Nation in Erscheinung.
Atlanta – Ein Kommentar über Lionel Messis außergewöhnliche Fußballfähigkeiten ist alles andere als neu. Dennoch ist es an der Zeit, erneut darüber zu berichten – nicht nur wegen des 2:1-Siegs der Argentinier gegen England, sondern auch aufgrund seines gesamten Turniers als achtmaliger Weltfußballer. Hier ist der Ticker zum Nachlesen.
Der Reihe nach: Lionel Messi und seine argentinische Mannschaft besiegten England im Halbfinale und stehen zum zweiten Mal in Folge im WM-Endspiel. Für Messi ist es bereits das dritte Finale seiner Karriere (2014 verlor er gegen Deutschland, aber das ist eine andere Geschichte). Am Mittwochabend zeigte der Stürmer zunächst eine eher durchschnittliche Leistung.
Messi hatte weniger Aktionen als gewohnt und gönnte sich mehrere seiner charakteristischen Auszeiten, in denen er fast teilnahmslos über das Spielfeld schlenderte. Doch in der Schlussphase wendete er mit seinen Teamkollegen den Rückstand und bereitete beide Tore persönlich vor. Neben seinen fußballerischen Qualitäten profitiert Messi auch von seinem Mythos.
Immer wenn er mit Argentinien auf dem Platz steht, scheint es, als könne die Mannschaft nicht verlieren. Dies erinnert an die Rückkehr von Manuel Neuer, bei der oft behauptet wurde, gegnerische Stürmer würden aus Ehrfurcht vor seiner Präsenz den Ball automatisch neben das Tor schießen. Im Gegensatz zu Neuer bestätigt Messi jedoch diesen Mythos bei der WM in jedem Spiel.
Wir sollten dankbar sein, dass wir seit 20 Jahren die Möglichkeit haben, diesem außergewöhnlichen Fußballer zuzusehen. Für andere Legenden wie Pelé, Franz Beckenbauer oder Diego Maradona war der Autor dieses Textes zu jung. Bei Messi erleben wir nun selbst, wie es sich anfühlt, einer zukünftigen Legende Woche für Woche zuzuschauen. Diese WM liefert alle paar Tage einen neuen Beweis dafür. Und am Sonntag steht noch ein Finale an.