Nico Schlotterbeck: Ungewisse Zukunft bei Borussia Dortmund

Nico Schlotterbeck: Ungewisse Zukunft bei Borussia Dortmund

Borussia Dortmund wartet auf eine Entscheidung von Nico Schlotterbeck, dessen unklare Zukunft die gesamte Kaderplanung beeinflusst.

Dortmund – Kurz vor Weihnachten wächst die Unruhe bei Borussia Dortmund in Bezug auf Nico Schlotterbeck. Der Abwehrchef zögert weiterhin mit einer Entscheidung über seine Zukunft, während der BVB laut WAZ auf ein klares Signal noch vor den Feiertagen hofft. Schließlich hängt die gesamte Kaderplanung für die Defensive von diesem Personalthema ab.

Der Klub möchte den 25-Jährigen langfristig binden und ist bereit, finanziell deutlich nachzulegen. Ein attraktives Gehalt, die Aussicht auf einen Platz unter den Top-Verdienern sowie eine mögliche Beförderung zum Kapitän sind Teil des Dortmunder Angebots.

Dennoch lässt sich Schlotterbeck Zeit. Zunächst begründete er die Verzögerungen mit seiner schweren Verletzung, später mit dem Wunsch, die sportliche Entwicklung des Teams abzuwarten. Öffentlich erklärte er jedoch: „Der BVB wird natürlich mein erster Ansprechpartner sein“ – eine Aussage, die Verantwortliche wie Sebastian Kehl optimistisch stimmte. Inzwischen wächst jedoch die Nervosität, insbesondere nachdem die BILD berichtete, dass die wenig erfolgversprechenden Titelperspektiven Schlotterbeck zu einem Wechsel bewegen könnten.

Derzeit stehen drei mögliche Zukunftswege für Nico Schlotterbeck zur Diskussion. Eine Option ist eine langfristige Vertragsverlängerung bei Borussia Dortmund. Eine andere Möglichkeit wäre ein Wechsel zum FC Bayern, wo ihm nationale Titel nahezu sicher wären. Als dritte Variante wird ein Transfer ins Ausland in Betracht gezogen; Medien nennen unter anderem den FC Barcelona, den FC Liverpool sowie Paris Saint-Germain als potenzielle Interessenten.

Besonders brisant ist die Situation, da beim BVB im Sommer die Verträge von Emre Can und Niklas Süle auslaufen und zudem die Leihe von Aaron Anselmino endet. Ein Abgang des Abwehrchefs wäre laut WAZ ein „Super-GAU“. Eine „zähneknirschende Alternative“ sieht der Klub darin, notfalls mit Schlotterbeck ins letzte Vertragsjahr zu gehen, obwohl er 2027 ablösefrei wechseln könnte. Damit würde Dortmund zwar kein Geld einnehmen, sich jedoch sportlich absichern.

Der Ball liegt nun bei Schlotterbeck. Sein Mentor Mats Hummels bezeichnete ihn zuletzt als „Weltklasse-Innenverteidiger“ und erklärte, ihm stünden „alle Türen offen“. Beim BVB hofft man weiterhin, dass die Wahl auf Schwarz-Gelb fällt – doch eine Verlängerung ist längst kein Selbstläufer mehr.

Topics

Related news