Nico Schlotterbeck: Zukunft bei Borussia Dortmund in der Schwebe
Mit dem bevorstehenden Abschied von Ibrahima Konaté könnte sich die Personalie Nico Schlotterbeck neu entwickeln. Ein Abgang von Borussia Dortmund wird zunehmend wahrscheinlicher.
Dortmund/Liverpool – In einer Medienrunde während des Trainingslagers der deutschen Nationalmannschaft betonte Schlotterbeck, dass er sich bei der bevorstehenden Weltmeisterschaft nicht ins Schaufenster stellen wolle. Zwar konzentriert er sich auf das Turnier, jedoch äußerte er: „Ich habe nicht die Absicht, besonders gut zu spielen, um einen neuen Vertrag zu erhalten.“ Hintergrund seiner Aussagen ist die Ausstiegsklausel, die er in seinen kürzlich unterzeichneten Vertrag hat aufnehmen lassen.
Berichten zufolge kann er Borussia Dortmund trotz eines Vertrages bis 2031 bereits in diesem Sommer für eine Ablöse zwischen 50 und 60 Millionen Euro verlassen. Diese Klausel gilt jedoch nur für drei Vereine, darunter Real Madrid und den FC Liverpool. Hier wird es spannend, da kürzlich bekannt wurde, dass die Reds trotz monatelanger Verhandlungen keine Einigung mit Ibrahima Konaté über eine Vertragsverlängerung erzielen konnten.
Der Franzose wird den Premier-League-Klub somit zum 30. Juni ablösefrei verlassen, was eine Planstelle in der Liverpooler Defensive frei macht. Schlotterbecks Zukunft könnte dadurch neu bewertet werden, denn es ist offensichtlich: Hätte er nicht den Gedanken, Borussia Dortmund möglicherweise in diesem Sommer verlassen zu wollen, hätte er sich die Klausel nicht sichern lassen.
Auch den Fans von Borussia Dortmund ist dies nicht entgangen, weshalb sie ihn beim ersten Spiel nach der Vertragsunterzeichnung lautstark auspfiffen. Schlotterbeck betonte jedoch erneut, wie sehr er sich über die Vertragsverlängerung freut. Seine Worte deuten nicht darauf hin, dass er derzeit an einen Abgang denkt. Dennoch bleibt abzuwarten, wie er reagieren würde, falls Liverpool oder Real Madrid, die ebenfalls einen Innenverteidiger in David Alaba verlieren, Interesse zeigen.
Berichten zufolge kann Schlotterbecks Ausstiegsklausel ausschließlich im Juli und nur bis rund um das WM-Finale gezogen werden. Genügend Zeit, um sich „ins Schaufenster zu stellen“, wie der deutsche Nationalspieler es formulierte, hätte er also beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko, vorausgesetzt, das DFB-Team schafft es anders als bei den letzten zwei Weltmeisterschaften in die K.-o.-Phase.