Nicolas Jacksons Entwicklung beim FC Bayern: Trainer Vincent Kompany äußert sich

Nicolas Jacksons Entwicklung beim FC Bayern: Trainer Vincent Kompany äußert sich

München – Nicolas Jacksons Start beim FC Bayern München gestaltet sich bislang gemischt. Trainer Vincent Kompany äußerte sich auf der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel in Köln zur Rolle des 24-jährigen Neuzugangs und bekräftigte sein Vertrauen in Jacksons Fähigkeiten.

Der Senegalese wurde kurz vor Transferschluss vom FC Chelsea ausgeliehen, konnte jedoch bislang nicht die erwarteten Leistungen abrufen. In neun Pflichtspielen erzielte er lediglich zwei Tore, beide in der Champions League gegen deutlich schwächere Gegner. In der Bundesliga wartet Jackson noch auf seinen ersten Scorerpunkt.

Trotz der durchwachsenen Leistungen sieht Kompany keinen Grund für öffentliche Zweifel an Jacksons Beitrag: „Ich habe vielleicht eine etwas andere Meinung zu Jackson als das Kollektiv. Es ist natürlich einfacher, wenn man zwei oder drei Tore erzielt. Dann braucht es keine Diskussion mehr. Meiner Meinung nach hat Jackson uns in dieser Position bereits viel geholfen.“

Auch zur Diskussion um die „gesetzten“ Offensivspieler äußerte sich Kompany entschieden: „Lass uns nicht zu schnell zu dem Schluss kommen, dass alle Spieler gesetzt sind. Ich halte das für eine schlechte Kommunikation gegenüber der Mannschaft. Die Spieler verstehen das auch. Das Wort ‚gesetzt‘ hat im Fußball wenig Bedeutung. Die Plätze müssen sich die Spieler mit guten Leistungen verdienen.“ Kompany ergänzte, dass die drei genannten Spieler, Luis Diaz, Michael Olise und Harry Kane, in den kommenden Spielen ebenfalls nicht garantieren können, dass sie die Leistung bringen, die erwartet wird.

Bereits nach dem 3:0-Sieg gegen Gladbach hatte Sportvorstand Max Eberl öffentlich Rückendeckung für Jackson signalisiert: „Er hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt. Die Räume waren extrem eng, auch für Harry. Nicolas war sehr bemüht.“ Eberl blieb zwar in seiner Bewertung vorsichtig, doch die Botschaft war klar: Jackson wird innerhalb des Klubs nicht abgeschrieben.

Angesichts der bisherigen sportlichen Bilanz bekommt jedoch der finanzielle Aspekt zunehmend Gewicht: Mit einer Leihgebühr von 16,5 Millionen Euro und einem geschätzten Gehalt von sechs Millionen Euro zählt Jackson zu den teuersten Leihgeschäften der Bundesliga. Der bisherige Ertrag bleibt überschaubar, und die kommenden Einsätze könnten bereits entscheidend sein.

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