Niklas Süle verlässt Borussia Dortmund nach enttäuschender Zeit
Niklas Süle, der einst mit hohen Erwartungen zu Borussia Dortmund kam, konnte im schwarz-gelben Trikot nie wirklich überzeugen.
Im Sommer 2022 sorgte Süle für Aufsehen, als er ablösefrei vom FC Bayern München zu Borussia Dortmund wechselte. Die Erwartungen an den damals 26-jährigen Nationalspieler waren enorm, da er als einer der besten deutschen Innenverteidiger seiner Generation galt. Sein Ziel war es, mit dem Klub Titel zu gewinnen, doch die Realität sah anders aus.
Obwohl Süle mehrfacher deutscher Meister und DFB-Pokalsieger ist und sogar einen Champions-League-Pokal in seinem Trophäenschrank vorweisen kann, feierte er all diese Erfolge im Trikot des FC Bayern. In seinen vier Jahren beim BVB blieb ihm der Gewinn von Edelmetall jedoch verwehrt. Dietmar Hamann, ehemaliger Nationalspieler und TV-Experte, zieht ein alles andere als positives Fazit über den heute 30-Jährigen.
Süle reiht sich im Gehaltsgefüge der Schwarz-Gelben ganz oben ein, doch seine Leistungen blieben hinter den Erwartungen zurück. „Er kam ablösefrei, wurde scheinbar Topverdiener bei Dortmund, und da muss man ganz klar sagen: Das war eine einzige Enttäuschung“, äußerte Hamann bei Sky. Immer wieder wurde Süle von Verletzungen zurückgeworfen, was die erhoffte Stabilität in der BVB-Defensive verhinderte.
Wegen Übergewichts und mangelnder körperlicher Fitness wurde zeitweise sogar Süles Professionalität infragegestellt. Der Verteidiger nahm die Kritik jedoch ernst und arbeitete an seiner Fitness. Dennoch endet die gemeinsame Zeit von Niklas Süle und Borussia Dortmund im kommenden Sommer, da sich Verein und Spieler auf eine Trennung verständigt haben, wie der BVB offiziell bekanntgab. Hamann unterstützt diese Entscheidung.
Neben Süle verlassen auch die Mittelfeldspieler Salih Özcan und Julian Brandt den Verein. Hamann äußerte sich auch zu Brandts Abgang: „Da gab es auch immer wieder Diskussionen: Soll er bleiben, soll er nicht? Da hat man die richtige Entscheidung getroffen“, sagte Hamann über Brandt. „Für beide Seiten ist das besser, weil er woanders vielleicht noch einmal zwei, drei richtig gute Jahre haben kann, obwohl er eine gute Saison spielt.“
Wie es für Süle nach seinem Abschied vom BVB weitergeht, ist derzeit unklar. Sein Berater Volker Struth ist jedoch optimistisch und betont, dass Süle weiterhin großes Potenzial hat. „Ein Karriereende ist äußerst unwahrscheinlich. Ich glaube, er hat sich selbst auf die Fahne geschrieben, dass er noch einmal so richtig Spaß am Fußball haben möchte“, erklärte Struth im Bild-Podcast „Phrasenmäher“.