Norbert Dickel feiert 30 Jahre beim BVB als Stadionsprecher
Wo Norbert „Nobby“ Dickel ist, da ist die gute Laune nicht weit. Wenn die BVB-Legende zum Mikrofon greift, erleben die Fans im Signal Iduna Park oft ein großes Gefühlskino – und das seit nunmehr 30 Jahren.
Dortmund – Seine Stimme sorgt regelmäßig für Gänsehaut im Stadion: Wenn Dickel spricht, sind die 81.365 Fans in Ekstase. Der 64-Jährige ist seit drei Jahrzehnten bei Borussia Dortmund tätig und hat sich als Stadionsprecher zu einer wahren Klub-Ikone entwickelt.
„Nobby“ ohne den BVB? Undenkbar! Der BVB ohne Dickel? Ebenfalls unvorstellbar! So besteht diese besondere „Echte Liebe“, wie es im Vereinsmotto heißt, nun seit exakt 30 Dienstjahren. In einem exklusiven Interview mit Absolut Fußball äußerte Dickel: „Borussia Dortmund ist für mich weit mehr als ein Arbeitsplatz – es ist Familie. Ich bin stolz und dankbar, seit 30 Jahren Teil dieser besonderen Geschichte zu sein.“
Der ehemalige Bundesliga-Stürmer, dessen Karriere aufgrund einer schweren Knieverletzung frühzeitig endete, sendete dazu zwei Herzen in den Vereinsfarben Schwarz und Gelb. Dickel ist eine lebende Legende, und für den „Held von Berlin“ gibt es sogar einen eigenen Song in der Südkurve.
Zur Melodie des Filmklassikers „Flippers“ wird angestimmt: „Wir singen Norbert, Norbert, Norbert Dickel, jeder kennt ihn, den Held von Berlin“ – und dann verstummt sogar kurz die Stimme des Vereins. Nach seiner aktiven Karriere versuchte Dickel sich kurzzeitig bei Nike und betrieb mit zwei Partnern ein Küchenstudio, doch seine Loyalität zum BVB blieb ungebrochen.
Am besonderen Ehrentag gratulierten auch die Vereinsbosse Carsten Cramer und Lars Ricken persönlich. Sie überreichten ihm ein frisches Dortmunder Sondertrikot mit der Rückennummer 30 und „Nobby“ auf dem Rücken sowie einen Butterkuchen mit der Aufschrift: „Herzlichen Dank Nobby und alles Gute zum 30-jährigen Dienstjubiläum.“
Dickel war sichtlich stolz und ließ Freunde und Bekannte via WhatsApp-Story daran teilhaben. Insgesamt postete er 18 Bilder, darunter eines von ihm beim BVB-Talk, gut gelaunt mit Präsident Joachim Watzke, und ein weiteres mit dem jungen „Kloppo“ grinsend. Wer bei Dortmund-Urgestein „Nobby“ am Mikrofon landet, der kann einfach nicht schlecht gelaunt sein.
Eine weitere Vereinslegende hat sich bereits als Nachfolger angeboten. In diesem Jahr feiert Dickel zudem ein weiteres Jubiläum: Am 23. August 1986 bestritt er sein erstes Bundesliga-Spiel für die Schwarz-Gelben, als er bei Waldhof Mannheim eingewechselt wurde. Ein BVB ohne Norbert Dickel? Einfach nicht vorstellbar.