Ole Werner: Leidenschaftlicher Trainer mit klarer Vision

Ole Werner: Leidenschaftlicher Trainer mit klarer Vision

Ole Werner, bekannt für seine ruhige und sachliche Art, zeigte vor der Partie gegen Köln eine emotionale Seite während seiner Kabinenansprache.

Leipzig – Wie tickt Ole Werner wirklich? Der neue Trainer von RB Leipzig wirkt nach außen hin geerdet, besticht durch trockenen Humor und lässt sich nur selten aus der Ruhe bringen. Doch als es darauf ankam, konnte er seine Stimme erheben – so wie vor dem 3:1-Sieg gegen Köln, als aus dem stillen Nordlicht ein leidenschaftlicher Motivator wurde.

Willi Orban beschrieb Werner zuletzt in einer Medienrunde nach dem öffentlichen Training als „coolen Typen“. Er fügte hinzu: „Er ist vielleicht etwas ruhiger, aber wenn er etwas sagt, ist es klar, was er will. Er hat eine deutliche Vorstellung von Fußball, sowohl mit dem Ball als auch gegen den Ball, und kann auch laut werden, um das Spiel, vor dem Spiel oder in der Halbzeit zu beeinflussen. Das ist wichtig, als Cheftrainer in der Bundesliga heutzutage.“

Der sonst so „ruhige, nordische Typ“, wie Christoph Baumgartner ihn ebenfalls charakterisierte, kann auch ganz anders auftreten, wie ein Video von RB Leipzig zeigt. In diesem steht die gesamte Mannschaft im Kreis versammelt und hört dem 37-Jährigen aufmerksam zu. Werner ruft auf Englisch: „Hört zu, Jungs, das ist unser Stadion, das ist unsere Nacht, das ist unser Platz. Sie können machen, was sie wollen, solange wir unseren Job machen. Wir sind bereit, holt euch diese verdammten drei Punkte, auf geht’s.“ (ab 3:00)

Solche Szenen zeigen, dass Werner in der Lage ist, seine Mannschaft zu packen und mitzureißen – eine Fähigkeit, die in der aktuellen Phase von großer Bedeutung für Leipzig ist. Darüber hinaus hat sich der ehemalige Trainer von Holstein Kiel und Werder Bremen in der Förderung junger Spieler bewährt, was ihn ideal für den Klub macht. Er genießt das volle Vertrauen der Vereinsführung, und Oliver Mintzlaff nahm ihm zuletzt ein wenig den Druck, was den Erfolg betrifft.

Der Red-Bull-CEO erklärte in einem Interview mit dem Bonner Generalanzeiger: „In unserer jetzigen Situation sind wir etwas demütiger, denn wir müssen uns erst wieder dahin arbeiten, wo wir schon einmal waren. Ich sage deshalb bewusst nicht, dass wir nächstes Jahr wieder Champions League spielen müssen, aber ich erwarte deutlich mehr als im letzten Jahr. Ob das dann am Ende für die Champions League reicht, wird man sehen. Nach dem Umbruch im Sommer braucht es sicherlich auch etwas mehr Geduld und Zeit, bis sich alles eingespielt hat.“

Topics

Related news