Polanski reagiert auf den Rücktritt von Roland Virkus bei Borussia Mönchengladbach

Polanski reagiert auf den Rücktritt von Roland Virkus bei Borussia Mönchengladbach

Der Rücktritt von Roland Virkus als Sport-Geschäftsführer hat Eugen Polanski bei Borussia Mönchengladbach stark getroffen. Die Nachricht kam für ihn überraschend und war ein deutlicher Schlag.

Am Dienstagvormittag verlief das Training der Borussia trotz der vorangegangenen 4:6-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt ruhig. Polanski trainierte wie gewohnt mit der Mannschaft und stellte sich anschließend dem Pressegespräch, das er mit einem Lächeln und der Frage „Ihr wollt etwas von mir wissen?“ eröffnete.

Die Bekanntgabe von Virkus' Rücktritt einige Stunden später war im Borussia-Park nicht vorhersehbar. Polanski erhielt jedoch unmittelbar nach dem Training einen ersten Hinweis, als er von Virkus zwei Anrufe in Abwesenheit bekam. „Ich bin vom Training gekommen und hatte zwei verpasste Anrufe von Roland“, verriet Polanski vor dem Heimspiel gegen den SC Freiburg am Sonntag um 19:30 Uhr.

Virkus hatte ihn in sein Büro bestellt, um ihn persönlich über seinen Rücktritt zu informieren. Für den 39-jährigen Polanski, der vorerst die Profi-Mannschaft trainiert, war diese Nachricht ein Schock: „Ich hatte damit überhaupt nicht gerechnet, da es für mich keine Anzeichen gab. Ich war in dem Moment auch kurz sprachlos, weil es mich unvorbereitet getroffen hat.“

Polanski und Virkus verbindet ein enges Verhältnis. Der Trainer, der unter dem früheren Nachwuchstrainer und -koordinator wichtige Schritte in der Gladbacher Jugend gemacht hat, erinnerte sich: „Ich habe ihn kennengelernt, als ich ein kleiner Junge war. Er war ein großer Ansprechpartner im Nachwuchsleistungszentrum und als Geschäftsführer Sport dann noch einmal ein bedeutender Chef.“

Der ehemalige U23-Trainer betonte, dass er Virkus viel zu verdanken habe: „Ohne ihn wäre ich vielleicht nicht in dieser Position gelandet, auch wenn es nicht seine alleinige Entscheidung war. Wir wissen jedoch, wie der Job sein kann.“ In der vergangenen Woche stellte sich daher die Frage, wie es mit dem Trainerposten weitergeht.

In einem Interview mit der Rheinischen Post erklärte Finanz-Geschäftsführer Dr. Stefan Stegemann, dass der zukünftige Sportchef über Polanskis Schicksal entscheiden werde. Eine frühere Entscheidung könnte jedoch fallen, falls der Ex-Profi während der Suche nach einem Nachfolger für Virkus im Alleingang eine Trendwende herbeiführen sollte.

Trotz der Umstände herrscht ein vertrauensvolles Miteinander, und Polanski kann in Ruhe mit der Mannschaft weiterarbeiten. „Die Ansprechpartner sind trotzdem da, ich erhalte sehr viel Unterstützung. Man ist in vielen Gesprächen auf mich zugekommen“, sagte der Übergangstrainer. „Ich spüre eine gute Unterstützung und habe mir alles angehört, was das Präsidium und die Geschäftsführer gesagt haben. Das ist das Wichtigste.“

In gewisser Weise ist Polanski selbst gespannt, wen Gladbach als neuen Sport-Geschäftsführer oder Sportdirektor installieren wird. Er ist überzeugt, dass der Verein einen Sportchef finden wird, „der motiviert ist, der Expertise hat und klar vorgibt, was wir spielen wollen und wie wir wirken wollen“, so der Trainer.

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