Ralf Rangnick verspricht faires Spiel gegen Algerien

Ralf Rangnick verspricht faires Spiel gegen Algerien

In den letzten Tagen wurde viel über eine mögliche Wiederholung der Schande von Gijón spekuliert. Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick sorgt mit seiner offenen Rhetorik für Aufsehen.

Kansas City – Vor dem entscheidenden WM-Spiel der Gruppe J gegen Algerien hat Rangnick ein klares Versprechen abgegeben. Er wies Befürchtungen einer Absprache zum Unentschieden entschieden zurück, da beiden Teams ein Unentschieden für das Vorrücken ins Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft genügen würde. „Das wird keinen Einfluss auf das Spiel haben“, erklärte Rangnick auf der Pressekonferenz vor der Partie.

Rangnick ist sich jedoch bewusst, dass seine definitive Absage an ein Unentschieden ihm im Nachhinein zum Verhängnis werden könnte. Daher schränkte er seine Aussage ein. Zwar könne man „nicht in ein Spiel gehen und sagen, du spielst auf Unentschieden“, doch man werde sehen, „wie das in den letzten fünf Minuten sein wird“. Könnte dies eine abgeschwächte Version der Schande von Gijón bedeuten?

Vor dem Spiel gegen Algerien hält sich Rangnick alle Optionen offen. Seine Aussagen können als Versprechen gegen eine Schande von Kansas City interpretiert werden, doch seine Bemerkung, die letzten fünf Minuten abzuwarten, wird die Spekulationen über einen möglichen Nichtangriffspakt kaum zum Schweigen bringen.

Immerhin wurde auch bei der Schande von Gijón gegen Westdeutschland zu Beginn ernsthaft gespielt. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit flachte das Spiel ab, nachdem die BRD durch ein Tor von Horst Hrubesch in der 11. Minute in Führung gegangen war. Nach der Pause entwickelte sich das Spiel dann zu einem lächerlichen Ballgeschiebe. Ob es, wie in Gijón, eine ganze Halbzeit dauern muss oder ob bereits fünf Minuten eines Nichtangriffspakts ausreichen, könnte bald lebhaft diskutiert werden.

Rangnick versprach zudem, keinen seiner Spieler im Duell mit Algerien zu schonen. „Rotation ist kein Thema“, betonte der Teamchef. Dies gilt auch im Hinblick auf mögliche Sperren, da drei österreichische Stammspieler – Konrad Laimer, Marcel Sabitzer und Stefan Posch – mit einer Gelben Karte vorbelastet sind. Eine weitere Verwarnung würde eine Sperre für das Achtelfinale nach sich ziehen.

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