RB Leipzig setzt auf Teamarbeit und Defensive
RB Leipzig zeichnet sich derzeit vor allem durch eine bemerkenswerte Geschlossenheit aus. In der Mannschaft von Ole Werner hat kein Spieler Platz, der nicht für das Team arbeitet.
Leipzig – RB Leipzig hat in dieser Saison eine starke Mischung aus Erfahrung, individueller Qualität und kollektiver Teamarbeit gefunden, die bisher zu sehr zufriedenstellenden Ergebnissen geführt hat. Das oft zitierte „Verteidigen zu elft“ ist unter Chefcoach Ole Werner keine Option, sondern eine unabdingbare Grundvoraussetzung.
Auf den Flügeln sorgen mit Yan Diomande, Johan Bakayoko und Antonio Nusa drei herausragende Spieler für Unruhe vor dem gegnerischen Tor. Ihre Dribbelkünste und Torgefahr befreien sie jedoch nicht von defensiven Aufgaben. Nach dem 3:1-Sieg gegen Stuttgart lobte Werner Diomandes Spielmentalität: „Er verteidigt für die Mannschaft und ist im Gegenpressing sehr stark. Das ist eine Frage der Einstellung, und das zeigt er – das ist extrem wichtig.“
Bei der Pressekonferenz vor dem 10. Spieltag gegen die TSG Hoffenheim wurde der RB-Coach noch deutlicher: „Wer nicht nach hinten arbeitet, wer nicht verteidigt, kann nicht für uns spielen. Das ist ganz klar und war vom ersten Tag an klar.“
Für Ole Werner hängt die Qualität eines guten Offensivspielers nicht nur von seinen Fähigkeiten im Angriff ab, sondern auch von seiner Bereitschaft, defensiv mitzuarbeiten: „Wir müssen immer alle zusammen verteidigen. Das ist nicht nur eine Floskel, sondern ernst gemeint. Darauf achten wir sehr stark und treffen Entscheidungen, wie wir aufstellen und wechseln.“
Die Rechnung ist einfach: „Wenn ich als Stürmer oder Flügelspieler gut verteidige, hat meine Mannschaft häufiger den Ball, und ich habe mehr Möglichkeiten, Tore zu schießen und an Offensivaktionen beteiligt zu sein. Je besser ich verteidige und je aktiver ich im Angriff bin, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir als Team gewinnen. Der Erfolg der Mannschaft hat für mich und alle hier immer oberste Priorität.“
Derzeit gibt es in dieser Hinsicht keine Probleme. Der gesamte Kader identifiziert sich mit der Spielidee. Sollte sich dies jedoch ändern, so Werner, „müssen wir darüber sprechen.“