Rote Karte für Andras Schäfer: Union Berlin kritisiert Schiedsrichterentscheidung
Andras Schäfer erhielt aufgrund eines groben Foulspiels gegen Werder Bremen die Rote Karte. Der 1. FC Union Berlin äußerte jedoch Unmut über diese Entscheidung.
Berlin – Die Entscheidung des Schiedsrichters Timo Gerach beeinflusste das Spiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem SV Werder Bremen (1:4) erheblich. Nur kurz nach dem Führungstreffer durch Ex-Bremer Derrick Köhn (Foulelfmeter, 18.) zückte Gerach die Rote Karte für FCU-Profi Andras Schäfer (19.). Der Mittelfeldspieler hatte zuvor Werder-Profi Jens Stage mit offener Sohle auf den Fuß getreten. Die Platzverweisung wurde jedoch von den Berlinern als hart empfunden.
„Ist es oberhalb vom Knöchel?“, fragte Union Berlins Kapitän Rani Khedira, ein entscheidendes Kriterium für ein grobes Foulspiel und damit für einen Platzverweis, und antwortete direkt selbst: „Ist es nicht. Also ist es keine Rote Karte. Damit ist alles dazu gesagt. Das ist eine Fehlentscheidung.“ Auch Andras Schäfer zeigte sich nach dem Foul erschrocken und entschuldigte sich, während er fassungslos auf den Platzverweis reagierte. Obwohl in der Aktion keine Böswilligkeit zu erkennen war, zeigt die Zeitlupe, dass Schäfers offene Sohle sich dem Schienbein von Jens Stage näherte, wobei der Hauptkontakt tatsächlich unterhalb des Knöchels stattfand. Khedira äußerte: „Warum man das nicht revidieren kann, müsste man jemand anderen fragen. Das ist natürlich verdammt ärgerlich.“
„Für mich ist es eine Gelbe Karte, weil es kein Tritt oberhalb des Knöchels ist. Er trifft ihn auf dem Fuß“, erklärte Steffen Baumgart. Der Trainer von Union Berlin räumte jedoch ein, dass eine Intervention des Videoschiedsrichters (VAR), der nur bei klaren Fehlentscheidungen eingreifen soll, vermutlich schwierig sei. Geschäftsführer Profifußball Horst Heldt ging sogar noch weiter und gestand: „Es gibt keine Notwendigkeit, dass der VAR da eingreift. Wenn der Schiedsrichter es so gut sieht, muss man das akzeptieren.“ Dennoch betonte auch der 56-Jährige: „Er trifft ihn unten am Fuß. Das ist unbestritten ein Foul. Rot ist für mich zu hart, aber am Ende hat der Schiri so entschieden.“ Letztlich waren sich alle beim 1. FC Union Berlin einig, dass die eigene Leistung in Unterzahl ebenfalls nicht ausreichend war.