Said El Mala in der deutschen Nationalmannschaft
Der beeindruckende Aufstieg von Said El Mala hat einen neuen Höhepunkt erreicht: Der 19-jährige Spieler des 1. FC Köln wurde von Bundestrainer Julian Nagelsmann in den Kader der deutschen Nationalmannschaft berufen.
Köln – Im Rahmen der WM-Qualifikationsspiele in Luxemburg und gegen die Slowakei soll der Dribbelkünstler mit seiner Unbekümmertheit überzeugen. Diese Nominierung ist eine große Ehre für das Top-Talent, das erst vor zwei Monaten sein Debüt in der U21-Nationalmannschaft gefeiert hat. Die Fans des FC Köln sind stolz auf ihren Youngster. „Sooo verdient“, ist der allgemeine Tenor in den sozialen Medien. Ein Instagram-Nutzer kommentierte: „Ich freue mich, als wäre ich selbst nominiert worden“, während ein anderer sogar den 6. November als neuen Feiertag in Köln ausrufen wollte.
Auch zahlreiche prominente Persönlichkeiten haben ihre Glückwünsche ausgesprochen. „Maschine“, kommentierte Weltmeister Kevin Großkreutz. „Geschichten, die nur der Fußball schreibt! Aus der 3. Liga in die N11“, bemerkte der Kölner Schauspieler Tobias Licht. Sky-Moderatorin Britta Hofmann, die kölsche Band Kasalla, Ex-FC-Spielerin und -Vorstandskandidatin Tugba Tekkal sowie MMA-Kämpfer Deniz Ilbay drückten ebenfalls mit Emojis oder kurzen Anfeuerungen ihre Begeisterung über die Nominierung des Teenagers aus.
Viele FC-Fans wurden jedoch schnell ungeduldig. „Gebt dem Mann seine Nummer, ich will direkt das neue Trikot“, schrieb ein Instagram-Nutzer stellvertretend für viele. Ein anderer fügte hinzu: „Ich habe so ein Gefühl, das wird der Topseller in den nächsten Tagen.“ Bereits am Mittwoch hatte der DFB das Heim-Trikot für die WM 2026 vorgestellt, das stark an den Triumph von 1990 in Italien erinnert. Die FC-Fans sind heiß auf das Retro-Shirt mit El-Mala-Flock – schließlich ist er der erste FC-Profi seit Jonas Hector, der es in den DFB-Kader geschafft hat. Im Fanshop war El Malas Trikot am Donnerstag jedoch zunächst noch nicht verfügbar.
Einige Fans äußerten Bedenken, dass die Nominierung angesichts von nur neun Bundesliga-Spielen (keines davon über die vollen 90 Minuten) etwas verfrüht sei, doch die Kölner Anhänger wiesen diese Einwände zurück. „Wenn ich hier lese, es ist zu früh, kriege ich die Krise. Ein Yamal wurde mit 17 EM-Sieger. Hier sind nur Hobby-Manager am Werk“, schimpfte ein Instagram-Nutzer und zog einen mutigen Vergleich mit dem Superstar des FC Barcelona, Lamine Yamal.
In einem Kommentar dachte ein Nutzer auch an FC-Sportdirektor Thomas Kessler, der El Malas Vertrag noch vor Saisonbeginn bis 2030 verlängert hatte, und Trainer Lukas Kwasniok, der bereit ist, das FC-Juwel behutsam aufzubauen. „Glückwunsch an Said El Mala, aber auch an den gesamten Verein, der ihm dabei geholfen hat. An erster Stelle Kess und Kwasniok. Hoffentlich bleibt er noch lange bei uns“, schrieb der FC-Fan. Angesichts der DFB-Nominierung ist es jedoch fraglich, ob sich diese Hoffnung erfüllen wird.