Schalke 04 in finanzieller Zwickmühle: Winter-Transfers abhängig von Abgängen

Schalke 04 in finanzieller Zwickmühle: Winter-Transfers abhängig von Abgängen

Gelsenkirchen – Trotz eines starken Saisonstarts sieht sich Schalke 04 finanziell in einer schwierigen Lage. Winter-Transfers sind nur möglich, wenn zuvor Spieler den Verein verlassen.

Der FC Schalke 04 hat eine sportlich überzeugende Hinrunde gespielt, doch die finanziellen Rahmenbedingungen bleiben angespannt. Laut Informationen der Sport Bild ist der Kaderetat nicht nur vollständig ausgeschöpft, sondern sogar überreizt. Der Verein verfügt über ein Budget von rund 22 Millionen Euro für den Profikader – mehr Spielraum gibt es nicht.

Um im Winter aktiv werden zu können, müssen zunächst Spieler verkauft werden. Ein Abgang würde den Etat auf die sogenannte „schwarze Null“ bringen, aber erst ein zweiter Abgang würde echte Möglichkeiten für Neuzugänge schaffen.

Im Klub herrscht jedoch Skepsis, dass zwei Transfers realisierbar sind. Dies liegt auch an den Spielern, die als mögliche Abgänge in Betracht kommen. Nach Angaben der Sport Bild zählen Henning Matriciani und Ibrahima Cissé zu den Kandidaten – beide verdienen etwa 400.000 Euro jährlich. Anton Donkor und Bryan Lasme liegen sogar bei rund einer halben Million Euro.

Diese Gehälter erschweren Wechsel, da kaum ein anderer Verein vergleichbare Summen zahlt, was die Verkaufschancen erheblich mindert. Daher richtet sich Schalkes Hoffnung zunehmend nach innen. Das Talent Zaid Tchibara, der nach einem Kreuzbandriss zurückkehrt, soll in der Rückrunde fest zum Profikader gehören und sportlich helfen, ohne das Budget zu belasten.

Langfristig könnte sich die Situation jedoch deutlich verbessern. Die Sport Bild berichtet von einem internen Punkt, der als „wohlgehütetes Geheimnis“ gilt: Der Corona-Kredit über 35 Millionen Euro, den Schalke während der Pandemie aufgenommen hat, endet im Jahr 2028. Derzeit fließen jährlich sechs Millionen Euro in die Tilgung.

Wenn im ersten Quartal 2028 die letzte Rate bezahlt ist, fällt diese finanzielle Belastung weg, und der Verein erhält endlich mehr Spielraum. Bis dahin bleibt die Realität jedoch nüchtern: Schalke muss jeden Euro genau kalkulieren. Ein aktives Winter-Transferfenster ist nicht ausgeschlossen, aber nur möglich, wenn zuvor Bewegung in den Kader kommt. Bis das gelingt, müssen sich sowohl die Fans als auch die Verantwortlichen gedulden.

(Dieser Artikel entstand in Kooperation mit schalketotal.de/)

Topics

Related news