Schalke 04 bleibt im Wintertransferfenster vorsichtig
Gelsenkirchen – Der FC Schalke 04 bereitet sich auf das bevorstehende Wintertransferfenster vor, doch große Aktivitäten sind nicht zu erwarten. Sportvorstand Frank Baumann betonte bei der Präsentation des neuen Sondertrikots, dass die sportlich vielversprechende Position im Aufstiegsrennen keine Auswirkung auf die grundlegenden Überlegungen des Vereins haben wird. „Der Tabellenplatz beeinflusst unsere Planung nicht“, zitiert ihn die Bild.
Die finanziellen Möglichkeiten der Königsblauen sind ohnehin stark begrenzt. Das bereits ausgeschöpfte Budget lässt wenig Spielraum, weshalb mögliche Zu- oder Abgänge nur unter bestimmten Bedingungen realisierbar sind. „Unabhängig davon müssen wir auch die finanzielle Situation im Blick behalten. Es ist bekannt, dass wir unser Budget ausgereizt haben“, erklärte Baumann. Erst durch Einnahmen oder Einsparungen, insbesondere durch Abgänge, könnten sich Chancen für Verstärkungen ergeben.
Trotz der angespannten Lage schließt Baumann Veränderungen im Kader nicht aus. „Wir schauen trotzdem, wo wir den Kader optimieren können. Daher möchte ich nicht ausschließen, dass in beide Richtungen etwas passiert“, so der 50-Jährige. Allerdings gestaltet sich die Suche nach Abnehmern für einige hochverdienende Spieler als schwierig. Akteure wie Henning Matriciani oder Tomas Kalas haben derzeit kaum einen Markt, während andere Profis aufgrund der sportlichen Situation voraussichtlich bis zum Sommer bleiben werden.
Ein besonderes Thema bleibt Torjäger Moussa Sylla. Obwohl der Stürmer in dieser Saison bislang nur vier Tore erzielt hat, gilt er grundsätzlich als interessanter Spieler für andere Vereine. Ein Wechsel im Winter steht für Baumann jedoch nicht zur Debatte. „Wir gehen davon aus, dass er nach dem Winter noch viele weitere Spiele für uns machen wird“, sagte der Sportvorstand. Selbst Syllas kurzer Besuch in Wolverhampton sorgte nicht für Unruhe – Baumann wertete ihn lediglich als privaten Stadionbesuch.
Während Schalke also kurz vor der möglichen Herbstmeisterschaft steht, bleiben die Pläne für den Januar nüchtern. Ohne Abgänge wird es kaum Zugänge geben. Die sportliche Entwicklung ist erfreulich, doch sie ist kein Grund, die ursprüngliche Linie zu verlassen. Baumann und sein Team wollen handlungsfähig bleiben, doch spektakuläre Wintertransfers sind aktuell eher unwahrscheinlich. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit schalketotal.de/)