Schwedischer Fußball erleidet herben Rückschlag in der Qualifikation
Die letzten fünf Tage waren für die schwedischen Fußballfans äußerst enttäuschend. Sowohl die A-Nationalmannschaft als auch die U21 erlitten herbe Niederlagen. Die U21-Mannschaft verlor mit 0:4 gegen Italien und anschließend mit 0:6 gegen Polen.
Diese Spiele fanden vor heimischen Fans statt, jedoch vor nur 1.618 Zuschauern im Stadsparksvallen in Jönköping. Die Fans waren Zeugen eines unglücklichen Spiels, und bereits zur Halbzeit, als der Stand 0:3 betrug, verließen die ersten enttäuschten Anhänger das Stadion. Nach dem Endstand von 0:6 war die Stimmung noch weiter gedrückt.
Die Statistik war ebenso ernüchternd: Gegen Polen gelangen der schwedischen Mannschaft lediglich zwei Torschüsse, während sie gegen Italien immerhin fünfmal aufs Tor schossen. Das Gesamtergebnis von 0:10 in beiden Partien konnte nicht abgewendet werden. Unter den Spielern befand sich auch eine Leihgabe des FC Bayern.
Jonah Kusi-Asare, der aktuell beim FC Fulham spielt, konnte in seinen 81 Minuten gegen Polen keinen positiven Akzent setzen. Nach dem Spiel gegen Italien wurde er in die Startelf berufen, blieb jedoch blass. Schwedens U21-Nationaltrainer Daniel Backstrom äußerte sich bei SVT Sport enttäuscht: „Wir haben eine schwache Leistung gezeigt und ein schlechtes Ergebnis erzielt. Natürlich sind wir enttäuscht.“
Die Teilnahme an der Europameisterschaft scheint nach nur vier Spieltagen in der Sechser-Gruppe nur noch durch ein Wunder möglich. Entsprechend vernichtend fiel das Echo in den schwedischen Medien aus: „Schwere Schläge für die U21 in der Qualifikation“, titelte beispielsweise Sportbladet.
Die Situation der A-Nationalmannschaft ist sogar noch gravierender. Trotz der Starstürmer Alexander Isak und Viktor Gyökeres konnte in den letzten vier Spielen gegen Kosovo (zweimal), Slowenien und die Schweiz nur ein Punkt erzielt werden. Aftonbladet kommentierte: „Das ist eine totale Schande, vielleicht das Schlimmste, was der schwedische Fußball je erlebt hat.“
Infolge dieser Ergebnisse musste der Trainer umgehend seinen Posten räumen. Der dänische Ex-Sturmspieler Jon Dahl Tomasson konnte der Mannschaft nicht den erhofften Offensivglanz verleihen und wurde von den Fans als „Dänensau“ beschimpft. Ein entsprechendes Banner wurde während des Spiels gegen die Schweiz in einem der Fanblöcke gezeigt.