Sepp Maier kommentiert den Streit zwischen Uli Hoeneß und Lothar Matthäus

Sepp Maier kommentiert den Streit zwischen Uli Hoeneß und Lothar Matthäus

Der ehemalige Torwart des FC Bayern München, Sepp Maier, äußert sich auf humorvolle Weise zu dem jüngsten öffentlichen Streit zwischen Uli Hoeneß und Lothar Matthäus.

Maier, eine wahre Vereinslegende, kennt beide Protagonisten des Rekordmeisters sehr gut. Gemeinsam mit Hoeneß feierte er zahlreiche Erfolge als Spieler, darunter Welt- und Europameisterschaften sowie mehrere Titel in der Champions League und der Bundesliga. Zudem war er 1990 als Torwarttrainer Teil des deutschen Weltmeisterteams unter Trainer Franz Beckenbauer und Kapitän Lothar Matthäus.

In einem Interview mit Sport1 räumt der 81-Jährige mit einem Mythos auf, den Matthäus immer wieder anführt: seinen angeblichen engen Kontakt zu den Mitarbeitern des FC Bayern, die ihm Interna zustecken würden. Maier äußert Zweifel an dieser Behauptung und meint: „Ganz ehrlich: Dass beim FC Bayern jemand losrennt und sich für Uli entschuldigt, glaube ich nicht. Da kennt man ihn doch!“

Matthäus bezeichnete Hoeneß’ jüngste Aussagen als „peinlich“ und betonte, dass sie dem Verein schaden würden. Er erhielt Anrufe von „Leuten vom FC Bayern“, die fragten, warum Hoeneß erneut mit seinen Kommentaren an die Öffentlichkeit gehe. Diese gegenseitigen Sticheleien sind der vorläufige Höhepunkt einer langen Liste an verbalen Auseinandersetzungen zwischen den beiden ehemaligen Weggefährten.

Maier kommentiert dazu: „Das ist fast schon ein Ritual! Uli redet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist - das war schon immer so. Dass er Matthäus gleich wieder einen mitgibt, wundert mich nicht. Jeder weiß: Wenn Uli und Lothar aneinander geraten, dann knallt’s kurz, aber es brennt kein Haus ab. Für mich ist das kein ‚Konflikt‘, sondern ein bisschen bayerisches Theater. Nur dass es in der Öffentlichkeit größer wirkt, als es ist.“

Für den 95-fachen Nationalspieler ist Hoeneß’ Verhalten typisch: „Seine Sprüche sind manchmal härter als nötig, aber das gehört zu ihm. Und Lothar: Der steckt das weg, kennt das ja seit 25 Jahren. Die beiden brauchen sich fast gegenseitig, so wie zwei alte Rivalen im Boxring. Mal schlägt der eine zu, mal der andere.“

Maier erinnert sich auch an einen früheren Streit zwischen Hoeneß und Matthäus über die Gage bei Matthäus’ Abschiedsspiel im Olympiastadion, als Hoeneß bemerkte, dass Matthäus nicht einmal mehr Greenkeeper bei Bayern werden könne. „Das war damals eine richtige Bombe. Aber seien wir ehrlich: Niemand kann Matthäus’ Karriere wegdiskutieren. Weltfußballer, Rekordnationalspieler – das steht fest. Uli bleibt halt bei seiner Linie: Er lässt keinen anderen an seinem Tisch bestimmen.“

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