Sepp Maier verteidigt Max Eberl nach Hoeneß' Kritik

Sepp Maier verteidigt Max Eberl nach Hoeneß' Kritik

Die öffentlichen Äußerungen von Uli Hoeneß über Max Eberl haben eine Vielzahl von Diskussionen über dessen mögliche Abkehr vom FC Bayern München ausgelöst. Nun äußert sich eine wahre Vereinslegende zu dem Thema.

München – Uli Hoeneß' bemerkenswerter Auftritt im Sport1-Doppelpass hat zahlreiche Experten dazu angeregt, sich zur Zukunft des Sportvorstands des FC Bayern, Max Eberl, zu äußern. Viele spekulieren über einen baldigen Abschied des 51-Jährigen von der Säbener Straße. Sepp Maier, der nach seinem Wechsel im Alter von 15 Jahren von seinem Jugendverein TSV Haar seine gesamte Profikarriere beim Rekordmeister verbrachte, hat dazu eine andere Meinung.

„Max hat einen Höllenjob, das darf man nicht vergessen“, betont Sepp Maier im Gespräch mit Sport1. Beim FC Bayern stehe man permanent unter Beobachtung, so der ehemalige Weltklasse-Torhüter. Maier verbindet mit Uli Hoeneß nicht nur eine extrem erfolgreiche Fußballkarriere, sondern auch eine jahrzehntelange Freundschaft. Die Kritik an Eberls Arbeitsweise sei laut Maier daher keineswegs eine Demütigung, sondern vielmehr ein positiver Weckruf: „Dass Uli ihn da öffentlich ein bisschen kritisiert, ist nicht böse gemeint, sondern soll ihn stärken.“

Obwohl Maier zugibt, dass es „eine ordentliche Watschn“ gewesen sei, wird beim deutschen Rekordmeister niemand mit Samthandschuhen angefasst – das gehöre zum Geschäft: „Er sagt, was er denkt, und das wirkt dann manchmal härter, als es gemeint ist.“ Der 81-Jährige ist ein absoluter Insider des FC Bayern und Uli Hoeneß. Er war beim FC Bayern nicht nur 20 Jahre lang Spieler (1959-1979), sondern auch 14 Jahre Torwarttrainer (1994-2008).

Hoeneß’ Äußerungen seien laut Maier als Signal zu verstehen: „Max ist wichtig, er muss Verantwortung tragen.“ Maier glaubt nicht, dass dem ehemaligen Manager von Borussia Mönchengladbach ein baldiges Aus an der Säbener Straße droht. Max Eberl müsse sich „noch keine Sorgen machen“.

Der Weltmeister von 1974 (gemeinsam mit Uli Hoeneß) reagiert damit auch auf die Gerüchte der vergangenen Wochen, dass der FCB-Sportboss von sich aus das Handtuch werfen könnte. Dies hält der 95-malige Nationaltorhüter jedoch für unwahrscheinlich, auch wenn Eberl ein emotionaler Mensch sei: „Am Ende muss man wieder gemeinsam rausgehen und für den Verein arbeiten – und das kann Eberl, da bin ich sicher.“

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