Shuto Machino: Rückschlag für Gladbachs Königstransfer

Shuto Machino: Rückschlag für Gladbachs Königstransfer

Shuto Machino, der als Königstransfer zu Borussia Mönchengladbach kam, gilt derzeit als Enttäuschung. Die Frage bleibt: Wann findet der Japaner endlich in die Spur?

Das vergangene Wochenende war für Machino ein Rückschlag. Der Stürmer musste krankheitsbedingt beim Auswärtsspiel von Borussia Mönchengladbach gegen Union Berlin (1:3) passen und kehrt erst am Dienstag ins Training zurück. Eugen Polanski äußerte sich am Montag: „Shuto ist kränklich. Er ist gelaufen, aber hat sich ein bisschen schlapp gefühlt, die Nase war noch ein bisschen zu.“

Jeder Ausfall bedeutet einen Stillstand für die Mannschaft. Nach drei Monaten ist festzustellen, dass sich sowohl Machino als auch Gladbach den Saisonstart anders vorgestellt haben. Die Fohlen belegen seit Ende März den 18. Tabellenplatz in der Bundesliga und Machino hat noch nicht in Fahrt gefunden.

In 332 Spielminuten gelang dem acht Millionen Euro teuren Neuzugang von Holstein Kiel kein einziges Tor, und insgesamt brachte er es erst auf sechs Torschüsse. Zum Vergleich: Sturm-Konkurrent Haris Tabaković erzielte in 334 Bundesliga-Minuten bereits 14 Torschüsse und zeigt auch in anderen Bereichen überlegene Werte.

Während Machino 22 Zweikämpfe gewann, hat Tabaković bereits 32 gewonnen. Auch in Kopfballduellen hat der Schweizer die Nase vorn: Er setzte sich 14-mal in der Luft durch, während Machino erst siebenmal erfolgreich war. Der größte Unterschied ist jedoch, dass Tabaković gegen Union bereits sein drittes Saisontor erzielte.

In den ersten Wochen musste die Leihgabe von 1899 Hoffenheim viel Kritik einstecken. Angesichts der prekären Situation in Gladbach sind drei Tore in sechs Partien für Tabaković jedoch beachtlich. Drastisch formuliert: Er hat 50 Prozent aller Bundesliga-Tore von Borussia erzielt, während die übrigen drei Treffer von Jens Castrop, Grant-Leon Ranos und Yannik Engelhardt stammen.

Da Franck Honorat und Giovanni Reyna gegen Union ihr Comeback feierten und Robin Hack in absehbarer Zeit zurückkehren soll, stellt sich zunehmend die Frage nach Machinos Rolle im Team. Tabaković ist einer der Gewinner von Polanskis Entscheidungen, und auf den Flügeln kehren die Stammspieler zurück. Reyna sorgt zusammen mit Florian Neuhaus für Kreativität und Spielstärke.

Die Tatsache, dass Jan Urbich beim 0:0 gegen den SC Freiburg vor Machino eingewechselt wurde, zeigt, dass es für ihn maximal zur Nummer zwei in der Sturmspitze reicht. Selbst hinter dieser Position wird es schwer. Der linke Flügel bleibt als einzige Option, bis Hack seinen Rhythmus gefunden hat, doch auch hier weiß Castrop zu überzeugen. Machino ist variabel, findet jedoch nirgendwo seinen Platz; so hatte er sich den nächsten Schritt sicherlich nicht vorgestellt.

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