Thomas Wagner über die mögliche DFB-Führung mit Jürgen Klopp und Rudi Völler

Thomas Wagner über die mögliche DFB-Führung mit Jürgen Klopp und Rudi Völler

Thomas Wagner hat großes Vertrauen in das Führungsduo des DFB, bestehend aus Jürgen Klopp und Rudi Völler. Entscheidend sei dabei eine klare Rollenverteilung zwischen den beiden.

München – Mit Jürgen Klopp als neuem Bundestrainer und Rudi Völler als Sportdirektor könnte sich beim DFB ein interessantes Führungsduo entwickeln. Sportmoderator Thomas Wagner ist überzeugt, dass die beiden sich hervorragend ergänzen könnten, sofern die Rollen klar definiert sind. In der „WM-WG“ von Absolut Fussball (powered by IPPEN.MEDIA) äußerte Wagner seine Einschätzung zur Zukunft des DFB.

Wagner betonte zunächst, dass er den Verbleib von Völler als Sportdirektor positiv bewertet. Obwohl er ursprünglich damit gerechnet hatte, dass der 65-Jährige nach der engen Zusammenarbeit mit Julian Nagelsmann zurücktreten könnte, hat er seine Meinung geändert. „Ich kenne ihn sehr, sehr lange und hatte immer einen positiven Eindruck von ihm. [...] Zu Beginn hatte ich etwas Zweifel, ob er selbst sagen würde, dass er aufhört, da er Julian Nagelsmann so unterstützt hat“, erklärte Wagner.

„Jürgen Klopp hat diesbezüglich keine Geheimnisse gemacht und Einfluss genommen. Dieser Rückhalt hat ihn bestärkt. Ich glaube, dass sie beide davon profitieren können“, so Wagner über Völler. Der 54-jährige Sportmoderator ist sich jedoch auch bewusst, dass die Aufgabenverteilung innerhalb des DFB entscheidend sein wird. Völler wird seine Rolle eher im Hintergrund wahrnehmen, um Klopp den nötigen Freiraum zu lassen.

„Er weiß, wie es ist, wenn alle mitreden und Einfluss nehmen wollen. Ich glaube, Rudi ist sich auch bewusst, dass ein Trainer den absoluten Rückhalt benötigt. Er hat sich darauf verpflichtet, Julian Nagelsmann den Rücken freizuhalten. In der Medienrunde hat er jedoch auch eingestanden, dass er einige Dinge nicht mehr kontrollieren konnte, obwohl er sie ursprünglich anders gesehen hat“, erklärte Wagner.

Gleichzeitig glaubt Wagner nicht, dass Völler künftig als sportlicher Gegenspieler oder Berater im engeren Sinne auftreten wird: „Die Frage wird sein, inwiefern er ein sportlicher Ansprechpartner für Jürgen Klopp sein kann. Jürgen Klopp ist dafür bekannt, dass er sportliche Entscheidungen hauptsächlich innerhalb seines Trainerteams trifft. Ich glaube nicht, dass Völler als sportlicher Sparringspartner fungieren wird, aber ich denke, dass eine fruchtbare Zusammenarbeit möglich ist.“

Stattdessen sieht der Sportjournalist Völlers Stärken vor allem in seiner vermittelnden Funktion. „Beide sind intelligent genug. Klopp ist klug genug, um Völler als Sympathieträger, Schutzschild und Ratgeber zu schätzen. Völler ist zudem sensibel genug, um zu wissen: Jetzt kommt Jürgen Klopp. Dem muss ich sportlich nichts erklären. Beide sind sich ihrer Rollen bewusst und mehr Expertise können wir aktuell nicht haben“, so Wagner.

Eine endgültige Entscheidung über den Bundestrainer-Posten steht offiziell noch aus. „Das soll in den kommenden Tagen geschehen. Wie man hört, ist für Freitag (10. Juli) ein erstes Gespräch geplant. Klopps Berater wird dabei sein, und ich finde es gut, dass man keine Zeit verstreichen lässt“, fügte Wagner abschließend hinzu. Allgemein wird derzeit erwartet, dass Jürgen Klopp der Nachfolger von Nagelsmann wird.

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