Trump und Infantino: Politische Einflüsse im Fußball
München – Der Anruf von US-Präsident Donald Trump bei FIFA-Präsident Gianni Infantino hat für Aufregung gesorgt und wirft Fragen über den Einfluss der Politik auf den Fußball auf, insbesondere im Hinblick auf die WM 2026. In der Sendung „Die WM-WG“ von Absolut Fussball (powered by IPPEN.MEDIA) äußerte der Reporter Manuel Bonke seine Bedenken zu dieser Angelegenheit.
Bonke sieht in Trumps Einfluss auf Infantino ein besorgniserregendes Beispiel für die enge Verknüpfung von Politik und Fußball auf höchster Ebene. Besonders kritisch bewertet er die Entscheidung der FIFA, den US-Stürmer Folarin Balogun nach seiner Roten Karte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien für das Achtelfinale gegen Belgien nicht zu sperren. „Eine solche Entscheidung herbeizutricksen, ist eine riesige Sauerei – nicht mehr und nicht weniger“, kommentierte er.
Die enge Beziehung zwischen Trump und Infantino sorgt für anhaltende Diskussionen, die über den Fußball hinausgehen. Bonke beschreibt Trump als „Sonnenkönig“, der anscheinend die Macht hat, Entscheidungen nach Belieben zu beeinflussen, selbst in der FIFA.
Das US-Nationalteam könnte nach Bonkes Einschätzung unter diesen politischen Einflüssen leiden. Trainer Mauricio Pochettino befindet sich in einer schwierigen Lage, da sportliche Entscheidungen oft politisch interpretiert werden. „Egal, wie es Pochettino macht: Am Ende ist er der Depp. Sie können nur verlieren“, fasst Bonke das Dilemma zusammen.
Besonders brisant ist, dass Pochettino die FIFA-Entscheidung bereits als „fantastische Entscheidung für den Fußball“ bezeichnet hat. Er stellte sich hinter seinen Verband und verwies auf das K.o.-Spiel gegen Bosnien, wo die Mannschaft bereits genug leiden musste, weil sie 30 Minuten lang in Unterzahl spielte. „Eine Entscheidung, die unfair war“, sagte er.