TSG Hoffenheim trennt sich von Dennis Geiger und Professor Jan Mayer

TSG Hoffenheim trennt sich von Dennis Geiger und Professor Jan Mayer

Die TSG Hoffenheim hat sich von zwei langjährigen Mitarbeitern, dem Profi Dennis Geiger und dem Innovationsleiter Professor Jan Mayer, getrennt. Geiger war seit 16 Jahren für den Verein tätig, während Mayer seit 17 Jahren eine bedeutende Rolle im Klub spielte.

In der Vergangenheit hat die TSG Hoffenheim regelmäßig über Spielerabgaben berichtet, darunter Gift Orban, der erst im Januar für neun Millionen Euro verpflichtet wurde und nun an Hellas Verona verliehen ist, sowie Finn Ole Becker, der nach Nürnberg gewechselt ist. Auch Spieler wie Luca Hyryläinen, Stanley Nsoki und Erencan Yardimci haben den Verein in jüngster Zeit verlassen. Sportchef Andreas Schicker hat die Aufgabe, die Mannschaft zu optimieren, und auf seiner Liste stehen noch prominente Spieler wie Dennis Geiger, Florian Grillitsch und Mergim Berisha, der einst für 14 Millionen Euro verpflichtet wurde, aber nicht die erwarteten Leistungen brachte.

Schicker hat es geschafft, viele hochpreisige Spieler, die vor seiner Amtszeit verpflichtet wurden, abzugeben. Nun sind Geiger und Mayer in das Visier der Vereinsführung geraten. Geiger, 27 Jahre alt, wurde vom Trainingslager ausgeschlossen und soll den Verein verlassen. Professor Jan Mayer, der als Geschäftsführer der Akademie GmbH und der Reha GmbH tätig war, wurde ebenfalls abgesetzt.

Auf Anfrage äußerte sich die TSG nicht zu den Gründen für Mayers Absetzung. Das „Abberufungsorgan“ der TSG 1899 Hoffenheim Fußball-Spielbetriebs GmbH nannte keinen Grund, was juristisch nicht erforderlich ist. Mayer galt, ebenso wie der mit einem Stadionverbot belegte Berater Roger Wittmann, nach dem Tod des Medienchefs Christian Frommert Anfang Februar als einer der wenigen Vertrauten des Gesellschafters Dietmar Hopp. Es scheint, als würde der Einfluss von Hopp nicht nur aus Altersgründen schwinden, sondern gezielt reduziert werden.

In einer Pressemitteilung, in der sich die TSG als „bestens aufgestellt“ bezeichnet, wird Hopp zusammen mit Präsident Jörg Albrecht zitiert. Beide betonen, dass sie „uneingeschränkt hinter allen Entscheidungen der Klubführung“ stehen. Ob Hopp tatsächlich mit der Absetzung von Mayer, der bis 2030 an den Klub gebunden ist, einverstanden ist, bleibt unklar. Der Fall könnte, ähnlich wie bei dem ehemaligen Marketing-Geschäftsführer Denni Strich, juristische Konsequenzen nach sich ziehen und kostspielig werden.

Auch der Abschied von Dennis Geiger könnte teuer werden. Geiger hatte sich im Frühjahr 2023 gegen Eintracht Frankfurt entschieden und einen lukrativen Vertrag bis 2027 bei Hoffenheim unterschrieben. Der ehemalige Sportchef Alexander Rosen hatte den Spieler damals für seine „Identifikation, Leidenschaft und Loyalität“ gelobt.

Diese Lobeshymnen sind nun Geschichte. Geiger ist in Ungnade gefallen, nachdem er nach einer 0:4-Niederlage gegen Union Berlin in einem Interview äußerte: „Wir geben 90 Millionen aus. Und auf welchem Platz sind wir? Viertletzter!“ Klubchef Markus Schütz reagierte verärgert und kritisierte die Spieler, dass sie sich nach einem schwachen Auftritt keine „billigen Alibis zurechtlegen“ sollten. Zudem stellte er klar, dass die genannte Summe nicht korrekt sei.

Es waren wohl „nur“ 76 Millionen Euro, ein Betrag, der zwischenzeitlich durch eine großzügige Kapitalerhöhung von Dietmar Hopp ausgeglichen wurde.

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