Türkei bei der WM 2026: Ein vielversprechendes Comeback

Türkei bei der WM 2026: Ein vielversprechendes Comeback

Kann die Türkei bei der WM 2026 für Furore sorgen? Nach 24 Jahren Abstinenz bietet der Turnierbaum der Nationalmannschaft packende Duelle.

Phoenix – Die Türkei reist mit Rückenwind und einem jungen Kader um den Real-Madrid-Star Arda Güler zur WM 2026. In Gruppe D trifft die Nationalmannschaft auf Co-Gastgeber USA sowie Paraguay und Australien – eine spannende, aber auch machbare Konstellation in Bezug auf das Weiterkommen. Auf dem Papier wird der Kampf um den ersten Platz voraussichtlich zwischen der Türkei und den USA entschieden. Paraguay und Australien gelten als Außenseiter, könnten aber für Überraschungen sorgen.

Bei ihrer letzten WM-Teilnahme zeigte die Türkei, welches Potenzial sie entfalten kann: 2002 erreichte die Nationalmannschaft das Halbfinale und schied erst gegen den späteren Weltmeister Brasilien aus. Diese Erinnerung prägt auch die Erwartungen vor der diesjährigen WM-Endrunde, bei der der Turnierbaum mehrere reizvolle Szenarien eröffnet.

Sollte die Türkei in Gruppe D den ersten Platz belegen, stünde im Sechzehntelfinale ein Duell mit einem der acht besten Gruppendritten an. Laut WM-Spielplan der FIFA kämen insbesondere Teams aus den Gruppen B, E, F, I und J infrage. Mögliche Gegner könnten die Nationalmannschaften von WM-Co-Gastgeber Kanada, Bosnien-Herzegowina, Elfenbeinküste, Norwegen, Senegal, Schweden oder Algerien sein.

Übersteht die türkische Nationalmannschaft diese erste K.o.-Hürde, ginge es im Achtelfinale gegen den Sieger der Partie zwischen dem Ersten der Gruppe G und einem weiteren Gruppendritten. Realistisch wäre hier besonders Belgien, sollte die hoch eingeschätzte Auswahl um Ex-Bundesligaprofi Kevin De Bruyne ihre Gruppe vor Ägypten, Iran und Neuseeland gewinnen. Alternativ könnte der Ex-Afrikameister Ägypten um Superstar Mohamed Salah für eine Überraschung sorgen.

Im Viertelfinale der WM 2026 könnte auf die Türkei dann Spanien warten, der Europameister von 2024 und ein alter Bekannter aus der WM-Qualifikation (2:2 und 0:6). Setzt sich die Türkei auch in diesem Kracher durch, bahnt sich im Halbfinale ein Duell mit Deutschland, Frankreich oder den Niederlanden an, bevor im Endspiel Größen wie England, Argentinien, Portugal oder Brasilien warten.

Wenn die Türkei in Gruppe D den zweiten Platz belegt, verändert sich der Turnierbaum spürbar und bringt andere Schwergewichte zu anderen Zeitpunkten ins Spiel. Im Sechzehntelfinale träfe die Nationalmannschaft laut FIFA-Spielplan dann auf den Zweiten der Gruppe G, wobei nach aktuellem Kräfteverhältnis wohl Ägypten oder Iran realistische Gegner wären.

Im Achtelfinale würde als Gruppenzweiter ein echtes Highlight winken: Dort könnte die Türkei auf Argentinien treffen, falls die Albiceleste in Gruppe J mit Österreich, Algerien und Jordanien ihrer Favoritenrolle gerecht wird. Alternativ käme Uruguay als Achtelfinalgegner in Betracht, sollte dieses Team im zugeordneten Sechzehntelfinale überraschen und Argentiniens Platz im Turnierbaum einnehmen.

Zieht die Türkei auch als Gruppenzweiter in das WM-Viertelfinale ein, gilt Portugal aus Gruppe K als wahrscheinlicher Kontrahent. Im Halbfinale könnte es nach der Struktur des offiziellen Spielplans dann zu einem Duell mit Brasilien kommen, bevor Deutschland, Frankreich oder Spanien als mögliche Finalgegner infrage kommen.

Landet die Türkei in Gruppe D wider Erwarten nur auf Rang drei, ist das WM-Abenteuer 2026 nicht automatisch beendet, denn der erweiterte Modus belohnt die acht besten Gruppendritten. Entscheidend wären dann Tordifferenz und Punkte im Vergleich zu den anderen Drittplatzierten. Schafft es die türkische Auswahl als einer der besten Gruppendritten in die K.-o.-Phase, wartet im Sechzehntelfinale sofort ein starker Gegner. Abhängig von der Zuordnung könnte der Spielplan Begegnungen mit Gruppensiegern wie Belgien, Spanien oder den Top-Teams aus den Gruppen C (Brasilien) und K (Portugal) bereithalten.

Gelingt der Türkei trotz drittem Platz ein Sieg im Sechzehntelfinale, wäre der weitere Pfad im Turnierbaum ebenfalls anspruchsvoll und potenziell mit europäischen und südamerikanischen Schwergewichten besetzt. Spätestens im Achtelfinale oder Viertelfinale dürfte es dann gegen Mannschaften wie Argentinien, Portugal oder England gehen, was die WM 2026 zu einem echten Härtetest für Montellas Auswahl machen würde.

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