UEFA Bestraft Bayern-Fans mit Teilsperre der Südkurve
Nach den Pyrotechnik-Eskapaden der Bayern-Fans im Spiel gegen Sporting Lissabon erwartet den FC Bayern München nun die vorhersehbare Strafe der UEFA.
Die Münchener müssen im kommenden Champions-League-Heimspiel gegen Union Saint-Gilloise am 21. Januar auf einen wesentlichen Teil ihrer Fanunterstützung verzichten. Aufgrund der massiven Pyrotechnik-Aktion im Spiel gegen die Portugiesen hat die UEFA eine Teilsperre für die bekannte Südkurve verhängt, die die Fans offenbar bewusst in Kauf genommen hatten.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten vermummte Bayern-Ultras nahezu 90 rote und helle Pyrofackeln in der Südkurve gezündet. Diese spektakuläre, jedoch regelwidrige Choreographie hat nun Konsequenzen. Zudem gab es zwei verletzte Personen zu beklagen. Die UEFA-Entscheidung betrifft die Blöcke 111 bis 114, die sich im Unterrang direkt hinter dem Tor befinden und das Herzstück der legendären Südkurve bilden.
Besonders brisant ist, dass der FC Bayern bereits unter verschärfter Beobachtung der UEFA stand. Im März wurde der Verein mit einer Bewährungsstrafe belegt, nachdem Fans im Champions-League-Achtelfinale gegen Bayer Leverkusen ebenfalls mit Pyrotechnik hantiert hatten. Diese Bewährung wurde durch die erneute Aktion nun gebrochen.
Die Sperre bedeutet für die Bayern nicht nur den Verlust der stimmgewaltigen Unterstützung aus der Südkurve, sondern auch einen finanziellen Einbruch durch die wegfallenden Ticketverkäufe. Für die Fans ist dies eine schmerzhafte Erinnerung daran, dass spektakuläre Pyro-Shows zwar für eine mitreißende Atmosphäre sorgen, jedoch auch empfindliche Strafen nach sich ziehen können.
Das Spiel gegen Union Saint-Gilloise wird somit zu einer besonderen Herausforderung für die Münchener Anhängerschaft: Können die verbleibenden Fanblöcke die Lücke in der Südkurve ausgleichen und dennoch für die gewohnte Atmosphäre in der Allianz Arena sorgen? Für den FC Bayern ist dies ein weiterer Anlass, das Thema Pyrotechnik und das Verhalten der Fans intern intensiver zu diskutieren. Die Führungsetage ist zuletzt in Aufruhr geraten.