Uli Hoeneß plant zukünftige Rolle für Thomas Müller beim FC Bayern
Uli Hoeneß kann sich Thomas Müller als zukünftigen Chef des FC Bayern München vorstellen. Der Ehrenpräsident des Vereins hat bereits einen Ausbildungsplan für den Spieler im Kopf.
München – Die Zukunft des FC Bayern wird nicht nur auf dem Spielfeld, sondern zunehmend auch in den Führungsetagen gestaltet. Nach dem Ende der Ära von Hoeneß und Rummenigge im operativen Geschäft hat der Rekordmeister einige Veränderungen in der Führungsstruktur vorgenommen. Hoeneß träumt davon, Thomas Müller langfristig eine bedeutende Rolle im Verein zu übertragen.
In einem Interview mit der Bild hat Hoeneß nun erstmals konkrete Pläne für eine zukünftige Führungsrolle von Thomas Müller offenbart. „Ich habe Thomas bereits angeboten, dass wir ihn richtig ausbilden“, sagte der 74-Jährige. Seine Idee besteht darin, dass Müller nach seinem Karriereende „bei großen Unternehmen und Top-Clubs in Europa sowie den USA hospitiert“, um sich auf eine CEO-Position bei den Bayern vorzubereiten. Müller habe sich dies „grundsätzlich vorstellen“ können, jedoch „noch nicht jetzt“, erklärte Hoeneß.
Der Hintergrund ist deutlich: Hoeneß wünscht sich an der Spitze des Vereins wieder jemanden, der „wie Karl-Heinz auf hohem Niveau selbst gespielt hat“. Ob heutige Profis, die in ihrer Karriere 50 oder 60 Millionen Euro verdient haben, die Motivation für eine derart anspruchsvolle Managementrolle mitbringen, sei jedoch „die große Frage“, räumte der Ehrenpräsident ein.
Müller selbst hat kürzlich Signale gesendet, die zu Hoeneß’ Plänen passen. „Die Verbindung zum FC Bayern ist weiterhin da, emotional und inhaltlich“, erklärte der 36-Jährige Anfang Februar. Gleichzeitig betonte er, zunächst weiter Spieler bleiben zu wollen: „Nach meiner Spielerlaufbahn möchte ich den Ausbildungsweg ganz bewusst wahrnehmen – statt nebenbei hektisch ein Zertifikat einzustecken“. Müllers Vertrag bei den Vancouver Whitecaps in der MLS läuft bis Ende 2026.
Auch Manuel Neuer wurde als möglicher Kandidat für die Führungsetage genannt. Hoeneß reagierte jedoch zurückhaltend: „Bei Manuel habe ich noch nicht das Gefühl, dass er Interesse daran hat.“ Sollte sich dies ändern, würde man sich „sicher mit ihm beschäftigen“. Neuer fehlt den Münchnern aktuell erneut verletzungsbedingt, und ein baldiges Karriereende scheint immer wahrscheinlicher.
Für Müller formulierte Hoeneß ein klares Signal: „Wenn Thomas uns signalisiert, dass er Interesse hat, werden wir selbstverständlich mit ihm sprechen.“ Es ist eine offene Einladung an die Bayern-Ikone und ein deutlicher Hinweis, dass an der Säbener Straße langfristig wieder eine Vereinslegende das Sagen haben soll. Hoeneß sorgte kürzlich auch für Aufsehen, als er erneut zum Rundumschlag gegen Spielerberater ausholte.