Verteidigung der Ausstiegsklausel von Nico Schlotterbeck durch BVB-Präsident Watzke

Verteidigung der Ausstiegsklausel von Nico Schlotterbeck durch BVB-Präsident Watzke

Die Ausstiegsklausel im neuen Vertrag von Nico Schlotterbeck sorgt derzeit für viel Aufregung. BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke hat sich nun für den Innenverteidiger ausgesprochen.

Seit der Verkündung seiner Vertragsverlängerung am vergangenen Freitag sind Spekulationen über die Ausstiegsklausel in den Medien allgegenwärtig. Dies führte bereits zu Verwirrung, und Schlotterbeck musste beim Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen sogar Pfiffe von den Zuschauern über sich ergehen lassen.

In einem Interview mit den Ruhrnachrichten hat Watzke die Entscheidung verteidigt und erklärt: „Ich sage: Es ist ein guter Kompromiss.“ Damit bestätigt er indirekt die Existenz der Klausel, die weder von Sportdirektor Ole Book noch von Trainer Niko Kovac zuvor kommentiert wurde.

„Für uns geht es immer darum, als Borussia Dortmund zunächst die Transferwerte abzusichern und dann auch irgendwann ein gewisses Maß an Planungssicherheit zu haben“, erläutert Watzke weiter. Er betont, dass eine Ausstiegsklausel heutzutage nichts Ungewöhnliches mehr sei, im Gegensatz zu früheren Zeiten, als der Klub sich vehement dagegen ausgesprochen hatte. „Das macht Bayern München genauso wie Paris oder andere Vereine. Solche Klauseln sind heute kaum anders zu finden“, verweist er auf die Konkurrenz.

Watzke hebt hervor, dass es ihm vor allem darum ging, einen ablösefreien Wechsel von Schlotterbeck im kommenden Jahr zu verhindern. „Wir wären sonst in die Situation geraten, mit Nico ins letzte Vertragsjahr zu gehen, was wir auf jeden Fall vermeiden wollten. Sollte er irgendwann wechseln wollen, nehmen wir in diesem Sommer auf jeden Fall eine höhere Summe ein, als wenn er nicht verlängert hätte“, so Watzke.

Die verankerte Transfersumme wird zwischen 50 und 60 Millionen Euro vermutet. Laut einem aktuellen Bericht der Bild soll die Klausel rund um das WM-Endspiel am 19. Juli auslaufen, was dem BVB ausreichend Zeit geben würde, einen möglichen Nachfolger für Schlotterbeck zu finden. Zudem sollen nur drei Vereine, darunter Real Madrid und Liverpool, von dieser Klausel Gebrauch machen können.

Watzke richtet zudem eine klare Botschaft an die Fans, die den deutschen Nationalspieler ausgepfiffen haben. „Wir können und wollen den Leuten nicht verbieten, zu pfeifen. Aber wir möchten klarstellen, dass wir Pfiffe gegen einen unserer Spieler als nicht gerechtfertigt empfinden“, kritisiert er. Schlotterbeck habe sich während der Verhandlungen stets korrekt verhalten und soll auch in Zukunft eine wichtige Rolle beim BVB spielen, sofern die Ausstiegsklausel nicht gezogen wird.

Topics

Related news