VfB Stuttgart triumphiert mit taktischer Meisterleistung gegen Wolfsburg

VfB Stuttgart triumphiert mit taktischer Meisterleistung gegen Wolfsburg

Der Plan von VfB-Trainer Sebastian Hoeneß hat sich bewährt, trotz eines Wunsches, den Reporter Niklas Noack äußert. Der Kommentar folgt auf den überzeugenden Sieg Stuttgarts in Wolfsburg.

Wolfsburg/Stuttgart – Die Diskussionen über die mögliche Ersetzung von Ermedin Demirovic waren zahlreich. Nun, liebe Leserinnen und Leser, hat Hoeneß die Herausforderung mit einer Systemumstellung von einer Vierer- zu einer Fünferkette gemeistert, unterstützt von zwei zentralen Mittelfeldspielern (Chema Andres und Nikolas Nartey) sowie Tiago Tomas als Sturmspitze.

Hut ab, Herr Hoeneß! Diese taktische Meisterleistung wurde nur durch die schwache Leistung des Gegners etwas getrübt. Mit der veränderten Struktur auf dem Platz umschlang der VfB Wolfsburg zunehmend. Die Stuttgarter drückten so lange, bis die – zugegebenermaßen – zahmen Wölfe schließlich aufgaben.

Der Kader der Stuttgarter ist trotz des schmerzhaften Abgangs von Nick Woltemade also nicht so schlecht, wie man hätte denken können, insbesondere nach dem souveränen 3:0-Sieg in Wolfsburg mit drei verschiedenen Torschützen. Wer hätte das gedacht? Es schien zunächst, als wäre Trainer Hoeneß gezwungen worden, kreativ zu werden, nachdem er keinen Ersatz für Woltemade finden konnte.

Er bewies jedoch erneut seine Klasse als Coach. Dennoch würde ich mir von ihm wünschen, dass er die Situation etwas gelassener betrachtet. Der Abgang von Woltemade war unglücklich, und jeder hätte sich einen Ersatz gewünscht. So etwas kann im Fußballgeschäft passieren, aber ist es wirklich angebracht, sich darüber zu beschweren?

Natürlich wurde Hoeneß immer wieder auf die Stürmersituation angesprochen. Doch meiner Meinung nach war das Gemurre etwas übertrieben, insbesondere wenn man bedenkt, dass der Wechsel von Woltemade 90 Millionen Euro in die schwäbischen Kassen spült.

Außerdem hat der Trainer, besser spät als nie, am Deadline Day mit Badredine Bouanani und Bilal El Khannouss zwei hochkarätige Offensivspieler verpflichtet. Besonders El Khannouss sticht hervor und lässt Enzo Millot zumindest vergessen. Auch Chema ist ein Neuzugang der Extraklasse und stellt aktuell ein Upgrade im Vergleich zu Kapitän Atakan Karazor dar.

Da Chema im Angriffsspiel gefährlich ist, passt die Systemumstellung gut zu ihm als Achter. Diese neue Struktur sollte als Alternative beibehalten werden, da sie die Schwaben unberechenbar macht. Und wenn Demirovic zurückkehrt, hat der VfB eine weitere Waffe im Arsenal.

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