VfL Wolfsburg vor historischem Abstieg – Jonas Wind äußert Zukunftsfragen
Der VfL Wolfsburg steht kurz vor dem ersten Abstieg in der Vereinsgeschichte. Stürmer Jonas Wind lässt bereits offen, wie es für ihn weitergeht.
Wolfsburg – Der Klassenerhalt wird für den VfL Wolfsburg zunehmend zur Herkules-Aufgabe. Nach einer 3:6-Niederlage gegen Bayer Leverkusen, in der die Niedersachsen trotz einer Führung nicht gewinnen konnten, haben auch die direkten Abstiegskonkurrenten Punkte gesammelt: St. Pauli spielte 1:1 gegen Union Berlin und Köln erreichte ein 2:2 in Frankfurt. Der Rückstand des VfL, der sich auf dem vorletzten Platz der Bundesliga befindet, beträgt sechs Spieltage vor Saisonende vier Punkte auf den Relegationsplatz 16 (St. Pauli) und bereits sechs Punkte auf den rettenden Platz 15 (Köln). Zudem haben die „Wölfe“ ein deutlich schlechteres Torverhältnis. Der erste Abstieg in der Geschichte des Vereins rückt näher – und damit auch mögliche Abschiede von Spielern.
Ein Beispiel dafür ist Jonas Wind. Der 27-jährige Stürmer versuchte zwar, optimistisch zu bleiben: „Wir haben noch sechs Spiele und ich denke, dass wir in der Bundesliga bleiben. Ich habe Vertrauen in diese Mannschaft.“ Ein klares Bekenntnis zum VfL Wolfsburg gab der Däne jedoch nicht ab, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. „Wir werden sehen, was passiert. Ich war hier vier Jahre. Und im Sommer wird man sehen, was passiert“, äußerte Wind Worte, die eher nach Abschied als nach Verbleib klingen. Nach einer mehrmonatigen Verletzungspause erzielte er zuletzt in Leverkusen sein erstes Tor der Saison und soll ein Interesse an einem Transfer nach England haben. Sollte der VfL tatsächlich absteigen, wird es wohl kaum möglich sein, den einst für 12 Millionen Euro verpflichteten Spieler zu halten.
Die kürzlich beendete Torflaute ändert daran wenig. Wind hat in insgesamt 123 Spielen für den VfL nachweislich seine Torgefahr unter Beweis gestellt (35 Tore, 13 Vorlagen). „Er ist mit dem Rücken zum Tor einer der besten Spieler der Liga“, lobte ihn auch Ex-VfL-Coach Niko Kovac. Wenn ein solcher Spieler auf dem Markt ist, dürften zahlreiche Clubs an einer Verpflichtung interessiert sein – insbesondere, wenn er, wie im Fall von Jonas Wind, ablösefrei zu haben ist. Dies könnte nur verhindert werden, wenn der VfL Wolfsburg die schwierige Aufgabe des Klassenerhalts tatsächlich meistert und den Vertrag mit dem Stürmer verlängert.