Vorsicht vor Betrug bei der WM 2026 in den USA
Die Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko werfen bereits ihre Schatten voraus. Während die DFB-Elf sich bereits in den USA befindet und viele Fans bald folgen werden, ist Vorsicht geboten.
Chicago – Die bevorstehende Weltmeisterschaft wird das größte Turnier in der Geschichte des Fußballs sein, mit einer Rekordzahl an Teilnehmerländern und Mannschaften. Die Kosten sind jedoch ebenfalls gestiegen: Durch das „dynamische“ Ticketing der FIFA haben sich die Ticketpreise erhöht, sobald die Nachfrage anstieg. Diese Praxis hat sogar US-Präsident Donald Trump kritisiert, der erklärte, dass er niemals die geforderten 1000 Euro für ein Ticket zahlen würde und auch anderen Fans davon abrät.
Zusätzlich zu diesen umstrittenen, aber legalen Praktiken besteht rund um die WM auch die Gefahr von Betrug. Die tausenden deutschen Fans, die sich bereits auf den Weg in die USA machen, um am Testspiel in Chicago am Samstag (20:30 Uhr – alle TV-Infos hier) oder spätestens zum WM-Auftakt eine Woche später teilzunehmen, sollten vorsichtig sein. Experten warnen vor gefälschten Tickets, Schein-Hotels und Datenmissbrauch. Doch wie kann man sich vor diesen Betrugsmaschen schützen?
Maximilian von Criegern, CEO von „Feedzai“, einem Unternehmen, das Betrug im Zahlungsverkehr bekämpft, gibt gegenüber der tz den folgenden Rat: „Unser wichtigster Ratschlag an Verbraucher ist einfach: Handeln Sie niemals unter Druck. Banken, Polizei oder Reiseanbieter werden Sie niemals auffordern, Geld auf ein sogenanntes ‚sicheres Konto‘ zu überweisen oder sensible Daten am Telefon preiszugeben. Bei Zweifeln sollte das Gespräch sofort beendet und die offizielle Nummer zurückgerufen werden.“
„Die Betrugsmaschen rund um große Sportevents wirken heute extrem professionell. Gefälschte Ticketshops, Hotelportale oder Reisebestätigungen sehen oft täuschend echt aus“, erklärt von Criegern. „Inzwischen werden dafür sogar KI-generierte Inhalte und gefälschte Kundenservices eingesetzt.“
„Deshalb kann praktisch jeder auf solche Betrugsversuche hereinfallen.“ Was rät er, um auf der sicheren Seite zu sein? „Verbraucher sollten besonders vorsichtig sein bei Last-Minute-Angeboten, ungewöhnlichen Zahlungsaufforderungen oder QR-Codes auf Rechnungen und Paketen. Im Zweifel gilt immer: lieber kurz stoppen und überprüfen als zu schnell handeln.“ Das bedeutet, dass man bei dubiosen Angeboten der Versuchung eines spontanen Ticketkaufs widerstehen sollte, auch wenn das bedeutet, ein Spiel auszulassen. Dies ist jedoch allemal besser, als Opfer eines Betrugs zu werden.