Werder Bremen: Torwart Mio Backhaus verlässt den Verein
Bremen – Der SV Werder Bremen steht kurz vor der offiziellen Bekanntgabe des Wechsels von Torhüter Mio Backhaus zum SC Freiburg. Der Transfer, der den Bremern voraussichtlich etwa 15 Millionen Euro einbringen wird, wird für Samstag erwartet. Mit dieser Bekanntgabe wird auch die feste Verpflichtung von Karl Hein als Nachfolger von Backhaus verkündet. Dies könnte eine Kettenreaktion in der Torhüterposition auslösen, da noch weitere Veränderungen bevorstehen.
Werder-Trainer Daniel Thioune äußerte sich in einem Interview zur Situation zwischen den Pfosten. Er machte deutlich, dass der Verlust von Mio Backhaus, einem talentierten U21-Nationaltorhüter, bevorsteht: „Es wäre nicht überraschend, wenn er uns verlassen sollte“, sagte Thioune. Der 22-jährige Backhaus gilt als der „beste Junioren-Torhüter in Deutschland“ und wird beim SC Freiburg die Nachfolge von Noah Atubolu antreten. Für Werder bedeutet dies, dass Karl Hein, der in der vergangenen Saison als Leihspieler für den Verein aktiv war, die neue Nummer eins wird. Er wird für drei Millionen Euro vom FC Arsenal verpflichtet.
„Ich habe in dieser Saison in Karl Hein einen wirklich starken Torhüter gesehen und war überrascht, wie gut die Ersatztorhüterposition bei Werder besetzt ist“, erklärte Thioune. In der letzten Saison hatte Hein den verletzten Backhaus in zwei Spielen gegen Bayern München und St. Pauli vertreten und dabei einen überzeugenden Eindruck hinterlassen. Thioune betonte: „Ich würde behaupten, dass wir auf der Torhüterposition so gut aufgestellt sind, dass ein Abgang von Mio Backhaus mit Karl Hein kompensiert werden könnte.“ Hein wird die Rolle des Stammtorhüters bei Werder Bremen übernehmen, während er auch einen Herausforderer hinter sich hat.
„Um sich den Platz zu erhalten, muss er natürlich arbeiten“, fügte Thioune hinzu. Backhaus habe dies getan, nicht zuletzt durch den Wettbewerb mit Hein. „Dass Mio einen Karl Hein im Rückspiegel hatte, hat dazu beigetragen, dass er sich so fantastisch entwickeln konnte“, so Thioune. Es ist möglich, dass Florian Kastenmeier, der nach dem Abstieg mit Fortuna Düsseldorf in die 3. Liga als neuer Torwart ins Gespräch kommt, der nächste Spieler ist, der bei Werder Bremen verpflichtet wird. Thioune möchte Kastenmeier, mit dem er bereits in Düsseldorf zusammengearbeitet hat, gerne ins Team holen. „Nach Fortunas Abstieg haben wir miteinander geschrieben. Es ging mir weniger um den Spieler Florian Kastenmeier, sondern um den Menschen“, erklärte Thioune.
„Natürlich weckt so ein Spieler Begehrlichkeiten. Wir haben uns schon frühzeitig mit ihm auseinandergesetzt, schon vor meiner Zeit als Werder-Trainer. Ein Wechsel nach Bremen wäre eine gute Möglichkeit für ihn, ich weiß aber auch, dass Fortuna ihn gerne als Identifikationsfigur behalten möchte und er weitere Angebote hat.“ Thioune erinnerte sich daran, wie er Kastenmeier in Düsseldorf aufgebaut und zu seinem Kapitän gemacht hatte: „Als ich damals nach Düsseldorf gekommen bin, haben mir viele geraten, die Torwartposition zu verändern. Florian hatte nicht das Standing innerhalb des Vereins und der Fanszene“, sagte er. „Für mich gab es aber keine zwei Meinungen. Ich habe sein Potenzial gesehen.“ Thioune hofft, dieses Potenzial auch in Zukunft weiter fördern zu können: „Sollte Florian ein Teil der Werder-Familie werden, würde mich das freuen, und er könnte sich sicher sein, dass seine Entwicklung als Torhüter noch nicht zu Ende ist.“