Wetterwarnungen und Spielunterbrechungen bei der WM 2026 in den USA

Wetterwarnungen und Spielunterbrechungen bei der WM 2026 in den USA

Gewitter über dem WM-Stadion in den USA führen zu sofortigen Spielunterbrechungen. Die FIFA muss sich auf mögliche Szenarien einstellen, die den Zeitplan des Turniers beeinträchtigen könnten.

Philadelphia – Am zweiten Spieltag der WM 2026 zeigte sich das Wetter in den USA erstmals von seiner ungemütlichen Seite. Mehrere Spiele standen aufgrund von Unwetterwarnungen vorübergehend vor der Absage. In den USA gelten bei extremen Wetterbedingungen deutlich andere und drastischere Regeln als in Europa, auf die sowohl Teams als auch Zuschauer vorbereitet sein müssen.

In Europa liegt es oft im Ermessen des Schiedsrichters, ob ein Spiel bei starkem Regen oder Gewitter unterbrochen wird. In den USA hingegen wird nichts dem Zufall überlassen. Sobald ein Gewitter droht, wird ein Umkreis von acht Meilen (ca. 13 Kilometer) überprüft. „Wenn ein Blitz schlägt, wird das Spiel automatisch für eine halbe Stunde unterbrochen“, erklärt Lutz Pfannenstiehl, Experte bei Magenta.

Die Situation wird besonders kritisch, wenn die Wetterlage sich verschärft und die Behörden eine offizielle Unwetterwarnung ausgeben. Pfannenstiehl erläutert das drastische Vorgehen in diesem Fall: „Wenn eine 'Severe Weather Warning' erlassen wird, muss das Stadion geräumt werden.“

Für die Fans bedeutet dies, dass sie die offenen Tribünen sofort verlassen und Schutzbereiche innerhalb der Arena aufsuchen müssen. „Es kann vorkommen, dass ein Spiel bis zu drei Stunden lang nicht fortgesetzt werden kann“, warnt der Sportdirektor von St. Louis City SC, wie es beim Gruppenspiel zwischen Frankreich und dem Irak in Philadelphia der Fall war.

Diese Umstände können erhebliche Auswirkungen auf den gesamten Zeitplan des Turniers haben. „Es kann sein, dass am nächsten Morgen weitergespielt wird“, betont Pfannenstiehl bei Magenta TV. „Oder, wie es bei uns einmal war: zwei Wochen später die letzten 12 Minuten. In dieser Hinsicht sind die Amerikaner nicht kompromissbereit.“ Für die FIFA könnte ein solches Szenario beim eng getakteten Spielplan der WM in Nordamerika zu einem logistischen Albtraum werden.

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