WM-Halbfinale in Dallas: Fußballfieber oder Cowboy-Kultur?

WM-Halbfinale in Dallas: Fußballfieber oder Cowboy-Kultur?

In Dallas findet heute Abend das Halbfinale der WM 2026 zwischen Spanien und Frankreich statt. Doch entgegen der Erwartungen ist die gesamte Stadt nicht im Fußballfieber. Die größte Touristenattraktion in Dallas ist traditionell der texanische Viehtrieb.

In Fort Worth, nur etwa 30 Meilen von Dallas entfernt, werden täglich Longhorn-Rinder durch die Straßen getrieben, ganz im Stil des Wilden Westens. Diese beeindruckenden Tiere mit ihren langen Hörnern ziehen zweimal täglich durch die historische Innenstadt, begleitet von Cowboys auf Pferden. Was heute vor allem Touristen fasziniert, hat einen tiefen historischen Hintergrund: Fort Worth war einst einer der bedeutendsten Umschlagsplätze für den texanischen Rinderhandel.

Von hier aus wurden die Rinderherden auf ihren tagelangen Märschen in den Norden getrieben, wo sie deutlich höhere Preise erzielen konnten. Doch wie reagieren die Zuschauer auf die kleine Nebenattraktion der Stadt, das Halbfinale einer Fußball-WM? Neben den traditionellen Cowboyhüten und -stiefeln, die derzeit wieder im Trend liegen, sind auch vereinzelt Fußballfans in Trikots zu sehen.

Auf die Frage, wem sie im Halbfinale die Daumen drücken, fiel die Antwort jedoch ernüchternd aus: „Wann geht es denn los? Wahrscheinlich Deutschland oder die USA.“ Die Trikots scheinen eher als Mode-Accessoire gekauft worden zu sein, und das Interesse an der Cowboy-Kultur scheint in Texas größer zu sein als an Fußball.

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