WM-Teilnehmer testen vor dem Turnier

WM-Teilnehmer testen vor dem Turnier

Die 48 WM-Teilnehmer bereiten sich intensiv auf das in neun Tagen beginnende Turnier vor. Zwei Spieler des FC Bayern München haben dabei sehr unterschiedliche persönliche Erfahrungen gemacht.

Wien/Bogotá – Einen Tag nach dem 4:0-Sieg der deutschen Nationalmannschaft über Finnland in Mainz, zu dem die Bayern-Spieler Jamal Musiala (Tor zum Endstand), Joshua Kimmich, Lennart Karl und Aleksandar Pavlović (je ein Assist) maßgeblich beigetragen hatten, feierten zwei weitere Nationalspieler des Rekordmeisters mit ihren Teams Erfolge. Die persönlichen Bilanz der beiden Spieler konnte jedoch nicht unterschiedlicher ausfallen.

In Wien gewann Österreich sein abschließendes Testspiel gegen Tunesien mit 1:0. Die Mannschaft von Ralf Rangnick hatte zu Beginn erhebliche Probleme mit den Nordafrikanern, war defensiv anfällig und offensiv wenig durchschlagskräftig. Der Tunesier Hannibal Mejbri traf früh in der Partie gleich zweimal das Aluminium (12., 18.). In der 37. Minute kam es dann zu einer entscheidenden Szene.

FCB-Rechtsverteidiger Konrad Laimer beging nach einem Steckpass von Rani Khedira (Union Berlin) ein Handspiel und verhinderte damit eine klare Torchance. Nach Videobeweis schickte der französische Schiedsrichter Jérémie Pignard den 29-Jährigen vom Platz (37.). Den anschließenden Freistoß schoss Anis Ben Slimane an die Latte (38.).

Nach dem Seitenwechsel steigerte sich das österreichische Team jedoch deutlich in Unterzahl. Der ehemalige Bayern- und jetzige BVB-Mittelfeldspieler Marcel Sabitzer erzielte in der 63. Minute den letztlich verdienten Siegtreffer, bevor Marco Friedl und Stefan Posch (66.) binnen weniger Sekunden Pfosten und Latte trafen.

Für die Österreicher war die Partie in Wien ungewollt bereits die Generalprobe für das WM-Turnier. Ursprünglich sollte am 10. Juni in Pasadena (Kalifornien) ein abschließendes Testspiel gegen Guatemala stattfinden, doch die Mittelamerikaner und der Stadionbetreiber sagten Mitte Mai ab – ein alternativer Gegner oder Austragungsort konnte nicht mehr gefunden werden.

Eine unangenehme Situation für das Alpenland, das erst am 17. Juni – und somit mit einer Wettkampfpause von zweieinhalb Wochen – ins Turnier einsteigen wird. Die Gruppengegner sind Jordanien, Weltmeister Argentinien und Algerien.

Mit einem wesentlich besseren Gefühl können Luis Díaz und seine kolumbianischen Mitspieler in das WM-Abenteuer starten. Beim letzten Testspiel in Kolumbien überzeugte der Bayern-Profi mit einem Tor und einer Vorlage und führte sein Team zu einem 3:1 (2:1) über Costa Rica, das sich in diesem Jahr nicht für das Turnier qualifiziert hat. Nach dem Spiel zeigte sich Díaz „sehr glücklich und zufrieden“ über den Spielverlauf und das Ergebnis.

Zunächst bereitete der in der vergangenen Saison überragende FCB-Angreifer die Führung durch Davinson Sánchez per Ecke vor (17.), wenig später traf er selbst. Der 29-Jährige kam im Strafraum an den Ball, dribbelte einen Verteidiger aus und schloss flach und präzise ab (23.). Nach dem Anschlusstreffer durch Costa Ricas Andrey Soto (32.) sorgte Stürmer Luis Suárez von Sporting Lissabon für den Endstand (81.).

Der Zweite der Copa América 2024 wird sein WM-Camp im mexikanischen Guadalajara aufschlagen. In den USA steht in der Nacht zu Montag noch die WM-Generalprobe gegen Jordanien an. Kolumbien startet als letztes Team am 18. Juni in Mexiko-Stadt gegen Usbekistan in die WM, gefolgt von den Gruppenspielen gegen die DR Kongo und Portugal, einem der Favoriten auf den Titel.

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