Xabi Alonso in der Krise bei Real Madrid
Xabi Alonso, einst Erfolgscoach von Bayer Leverkusen und der Wunschtrainer des FC Bayern, durchlebt derzeit eine schwierige Phase bei Real Madrid.
In der Saison 2023/24 beendete der ehemalige Spieler von Bayern und Real als Cheftrainer von Bayer Leverkusen die elfjährige Meisterserie des deutschen Rekordmeisters auf beeindruckende Weise. Die Verantwortlichen an der Säbener Straße hatten großes Interesse, den Basken zurück an den Ort zu holen, an dem er 2017 seine aktive Karriere beendet hatte. Alonso, der heute 44 Jahre alt ist, lehnte jedoch ab, verbrachte eine weitere Saison beim Werksverein und wechselte dann im Sommer zu seinem Herzensverein nach Madrid.
Bei den Königlichen scheint er jedoch unzufrieden zu sein: Trotz einer soliden sportlichen Bilanz – Tabellenführer in LaLiga und Fünfter in der Champions-League-Tabelle – halten sich die Berichte, dass Alonso nach weniger als sechs Monaten möglicherweise entlassen werden könnte. Die Vorwürfe gegen ihn werden immer schwerwiegender.
Ein „Großteil“ der Spieler von Real Madrid soll sich gegen den Weltmeister von 2010 gewandt haben. Stars wie Vinicius Junior, Jude Bellingham, Federico Valverde und Eduardo Camavinga hätten genug von Alonsos „arrogantem Verhalten“ und beklagten ein „Misstrauen“ sowie mangelndes Engagement im Training. Dies berichtet das spanische Portal Don Balon.
Dieses Quartett soll bereits bei Klub-Präsident Florentino Pérez vorstellig geworden sein, um die Entlassung des ehemaligen Mittelfeldstars zu fordern. Einem Bericht zufolge sei es „nicht mehr ausgeschlossen“, dass die Königlichen dieser Bitte nachkommen.
Auch der sportliche Trend zeigt zuletzt in die falsche Richtung: Zwei Unentschieden in der Liga und ein mühsamer 4:3-Sieg in der Champions League gegen Olympiakos Piräus, bei dem Kylian Mbappé alle Tore erzielte, sorgten für gemischte Gefühle. Ohne die herausragende Leistung des Superstars wäre sogar eine Blamage möglich gewesen.
Ein überraschender Vorwurf aus der madrilenischen Kabine besagt, dass nicht Alonsos Spielsystem und taktische Vorgaben für die Siege verantwortlich seien, sondern lediglich die individuelle Klasse der Stars. Noch brisanter ist ein angeblicher Vorschlag, den der frühere Bayernspieler erhalten haben soll: Ihm wurde empfohlen, die oben genannten vier Stars zum Verkauf freizugeben, da sie ansonsten „sein Untergang“ werden könnten.
Es ist jedoch äußerst unwahrscheinlich, dass die Verantwortlichen von Real Madrid bereit sind, sich von einem derart talentierten Quartett zu trennen. In solchen Situationen hat in der Regel der Trainer das Nachsehen.