Yann Aurel Bisseck hofft auf WM-Nominierung trotz langer Abwesenheit
Obwohl Yann Aurel Bisseck seit über einem Jahr nicht für die deutsche Nationalmannschaft nominiert wurde, bleibt er optimistisch und hofft auf ein Ticket für die bevorstehende Weltmeisterschaft. Mit seinem Verein, Inter Mailand, befindet er sich auf der Überholspur.
Mailand – Bereits vor der letzten Länderspielpause betonte Julian Nagelsmann, dass der kommende Kader dem für die Weltmeisterschaft im Sommer sehr ähnlich sein wird. Zu diesem Zeitpunkt war Yann Aurel Bisseck, der im März 2025 zum ersten Mal in den Kader berufen wurde, nicht dabei. Trotz seiner langen Abwesenheit liefert der Verteidiger seit Monaten überzeugende Leistungen und hofft weiterhin auf eine WM-Nominierung.
Nach einem 2:2-Unentschieden gegen den FC Turin steht Bisseck mit Inter Mailand kurz vor dem Gewinn der italienischen Meisterschaft. Er trug entscheidend dazu bei, dass die Nerazzurri einen Punkt sichern konnten, indem er das zwischenzeitliche 2:0 erzielte. In dieser Saison hat der 25-Jährige bereits drei Tore und drei Vorlagen erzielt, was ihn zu einem der torgefährlichsten Innenverteidiger im DFB-Team macht.
Mit einem Vorsprung von zehn Punkten auf die SSC Neapel scheint der Titel für Inter Mailand in greifbarer Nähe. Am kommenden Sonntag haben die Mailänder die Möglichkeit, gegen Parma mit einem Heimsieg auch die letzten Zweifel auszuräumen. Es bleibt abzuwarten, ob Nagelsmanns Entscheidung für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko dadurch beeinflusst wird. Bisseck hat sich jedenfalls sportlich einen Platz im WM-Kader mehr als verdient, da er bei Inter unumstritten ist.
Das Problem ist jedoch, dass sich mit Nico Schlotterbeck und Jonathan Tah bereits ein Innenverteidiger-Duo etabliert hat, während Waldemar Anton, Malick Thiaw und Antonio Rüdiger als Herausforderer gelten. Sollte bis zum Turnierstart am 11. Juni keiner der fünf Spieler aus dem Kader gestrichen werden, könnte es für Bisseck schwierig werden. Der gebürtige Kölner ist sich dieser Situation bewusst, konzentriert sich jedoch auf die Dinge, die er kontrollieren kann.
„Ich mache keine Rechenspielchen und überlege, wie meine Möglichkeiten stehen“, sagte er in einem Interview mit dem Kicker vor der letzten Länderspielpause. „Es geht um Leistung und Teamorientierung. Darauf konzentriere ich mich. Ich arbeite jeden Tag daran, der beste Fußballer zu werden, der ich sein kann.“ Dennoch machte er keinen Hehl daraus, dass er nach über einem Jahr gerne wieder Teil der Nationalmannschaft sein möchte.
„Ich würde mich natürlich sehr über einen Anruf von Julian Nagelsmann freuen. Es ist doch klar, dass ich als deutscher Fußballer gerne in der deutschen Nationalmannschaft spiele“, erklärte Bisseck und ergänzte bezüglich seiner WM-Ambitionen: „Alles andere als ein klares Ja würde mir doch keiner glauben, oder?“