Youssoufa Moukoko und Borussia Dortmund: Ein Wiedersehen in Kopenhagen

Youssoufa Moukoko und Borussia Dortmund: Ein Wiedersehen in Kopenhagen

Der BVB hat das Wiedersehen mit Youssoufa Moukoko beim FC Kopenhagen für sich entschieden. Das einstige Wunderkind konnte ein versprochenes Ziel nicht erreichen.

Kopenhagen – Am Dienstag stand das Spiel zwischen dem FC Kopenhagen und Borussia Dortmund in der Champions League auf dem Programm, und es fehlte nicht viel, um eine der bekanntesten Reporter-Phrasen wieder aufleben zu lassen. „Ausgerechnet“ Youssoufa Moukoko zwang Gregor Kobel zu einer Rettungstat, und der Abpraller landete am Bein von Ramy Bensebaini, was zu einem Eigentor von Waldemar Anton führte.

Selbst die Regie des Spiels war so fasziniert von der Geschichte des Wiedersehens, dass sie den 20-Jährigen lange einblendete, als hätte er selbst das Tor erzielt, obwohl er nur als viertletzter Spieler den Ball berührt hatte. Auch in der zweiten Halbzeit sorgte Moukoko für Aufregung, als er möglicherweise elfmeterwürdig von Bensebaini zu Fall gebracht wurde, doch ein Pfiff blieb aus.

Es wäre spannend gewesen zu sehen, ob Moukoko den Strafstoß übernommen hätte. Immerhin traf er bereits Ende August in der Champions-League-Qualifikation gegen den FC Basel für seinen neuen Klub vom Punkt. Gegen den BVB hätte dies aufgrund der langen gemeinsamen Geschichte jedoch eine andere Bedeutung gehabt.

„Als ich das Spielfeld betreten habe, habe ich die gelben Trikots gesehen. Es war sehr komisch, aber ich wollte mich aufs Spiel konzentrieren“, beschrieb Moukoko seine Gefühlslage nach der Partie bei DAZN. „In meinem Kopf hatte ich die ganze Zeit: Egal was passiert, nicht jubeln, nicht jubeln“, schmunzelte er.

Ein Grund zum Jubeln gab es letztlich nicht, aber Moukoko darf sich über sein drittes 90-minütiges Saisonspiel freuen und über eine gute Leistung. „Die letzten Wochen waren schwierig, ich habe wenig gespielt. Ich muss diese Leistung weiter abrufen“, analysierte er ehrlich. Moukoko macht in Kopenhagen einen deutlich gereiften Eindruck.

Er scheint mit dem geringeren öffentlichen Druck besser zurechtzukommen. Entscheidend für seine Weiterentwicklung war jedoch die herausfordernde Vorsaison beim OGC Nizza. „In Dortmund war immer der Trainer schuld, wenn ich nicht gespielt habe. In Nizza habe ich gelernt, die Schuld zuerst bei mir zu suchen, bevor ich auf andere schaue“, sagte Moukoko kürzlich dem kicker.

Beim BVB wird weiterhin mit nostalgischem Blick nach Dänemark geschaut, während der DFB den Blick eher nach vorn richtet: Mit seinem Talent bleibt Moukoko ein wichtiges Thema. Der WM-Teilnehmer von 2022 unter Hansi Flick ist nach wie vor für die U21-Auswahl von Antonio di Salvo spielberechtigt. Eine Rückkehr in die U21 könnte Moukoko anstreben, während der Weg in die A-Nationalmannschaft kurz- und mittelfristig eher unrealistisch erscheint.

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