Youssoufa Moukoko: Vom Wunderkind zum Bankdrücker in Kopenhagen
Im Teenager-Alter wurde er als die Zukunft des deutschen Fußballs gefeiert. Nun sitzt Youssoufa Moukoko beim FC Kopenhagen zunehmend auf der Bank.
Kopenhagen – Der einst als Wunderkind von Borussia Dortmund gefeierte Youssoufa Moukoko durchlebt eine herausfordernde Phase beim FC Kopenhagen. Der Wechsel nach Dänemark sollte für den 20-Jährigen einen Neuanfang darstellen, doch die hohen Erwartungen, die mit seinem Transfer verbunden waren, scheinen sich bislang nicht zu erfüllen. Moukoko kämpft um seine Einsatzzeiten und hat Schwierigkeiten, sich beim neuen Klub durchzusetzen.
Der Stürmer, der bereits mit 16 Jahren als jüngster Bundesligaspieler debütierte, galt als das nächste große Talent im deutschen Fußball. Nach einem vielversprechenden Start in Kopenhagen, wo er in den ersten Spielen zwei Tore erzielte, verlor er jedoch schnell seinen Stammplatz. Trainer Jacob Neestrup erklärte nüchtern bei Viaplay: „Ich spiele mit den besten Spielern, und deshalb hat er nicht gespielt.“ Diese Aussage verdeutlicht die aktuelle Situation von Moukoko.
Moukoko zeigt sich selbstkritisch: „Ich bin mein größter Kritiker. Ich weiß, dass das nicht mein Level ist. Ich weiß, dass ich dieser Mannschaft helfen werde“, sagte er im Kicker. Der Druck, der auf ihm lastet, ist hoch, und die Erwartungen waren enorm. „Wahrscheinlich hat jeder damit gerechnet, dass ich nach Dänemark gehe und die Liga dominiere“, fügte er hinzu. Nach zwei Jahren mit wenig Spielpraxis sei es jedoch eine Herausforderung, regelmäßig zu spielen.
Die hohe Ablösesumme von sechs Millionen Euro, die Kopenhagen für ihn zahlte, verstärkt den Druck auf Moukoko. Der dänische Fußballexperte Flemming Povlsen beschreibt ihn als verunsichert und ist der Meinung, dass er mehr Unterstützung und Vertrauen benötigt, um sein volles Potenzial auszuschöpfen.
Das bevorstehende Champions-League-Spiel am Dienstagabend gegen seinen ehemaligen Klub Borussia Dortmund bietet Moukoko die Gelegenheit, sich erneut zu beweisen. Dieses Spiel hat nicht nur aufgrund des Wiedersehens mit alten Kollegen eine besondere Bedeutung. Gegen den BVB steht der 20-jährige Offensivspieler zumindest schon einmal in der Startaufstellung.
Es könnte zudem ein Sprungbrett sein, um möglicherweise wieder auf den Radar der deutschen Nationalmannschaft oder U21-Nationalmannschaft zu gelangen. „Ich werde da wieder rauskommen, ich weiß es“, gibt sich Moukoko optimistisch und kämpferisch. Er arbeitet hart daran, die hohen Erwartungen zu erfüllen und sich zurück in den Kader der Kopenhagener zu spielen – für den heutigen Champions-League-Abend hat das bereits geklappt. Trotz der aktuellen Schwierigkeiten bleibt er zuversichtlich.