1. FC Köln startet in der Youth League gegen RFC Union Luxemburg

1. FC Köln startet in der Youth League gegen RFC Union Luxemburg

Für die Männer des 1. FC Köln bleibt der Traum von internationalem Fußball noch unerfüllt, doch für die Jugendmannschaft wird dieser Traum nun Realität: Der FC Köln spielt wieder international!

Köln – Am 22. Oktober steht die Reise zum RFC Union Luxemburg an, gefolgt von einem Rückspiel am 5. November im Franz-Kremer-Stadion in Köln. Vor diesen Begegnungen sprach EXPRESS.de mit Stefan Ruthenbeck, dem Trainer der Jugendmannschaft des FC Köln. Im ersten Teil des Interviews äußert sich der Erfolgstrainer über die bevorstehenden Herausforderungen in Europa.

Stefan Ruthenbeck, der FC Köln startet in der Youth League gegen RFC Union Luxemburg. Wie schätzen Sie den Gegner ein?

Ruthenbeck: Sie sind der Meister aus Luxemburg. Aus unseren Erfahrungen mit Jugendmannschaften, die oft gegen luxemburgische Teams antreten, wissen wir, dass dort eine hervorragende Ausbildung stattfindet. Daher wird es nicht so einfach, wie es vielleicht zunächst klingt. Dennoch sind wir der klare Favorit – ohne Zweifel.

Was bedeutet es für den FC, wieder in der Königsklasse der Jugend vertreten zu sein?

Ruthenbeck: Es bietet uns die Möglichkeit, uns auf europäischer Ebene mit anderen Klubs zu messen. Dies hat einen positiven Einfluss auf unsere Spieler, da sie wertvolle Erfahrungen sammeln und ein Selbstbewusstsein entwickeln können, sich auf diesem Niveau zu präsentieren. Auch die Rahmenbedingungen sind wichtig für ihre Entwicklung: Die Übernachtungen, der Aufenthalt im Hotel und die Reisen zu den Auswärtsspielen zeigen den Jungs, wo ihre Karriere hinführen kann, auch wenn nicht jeder Spieler später in der 1. oder 2. Liga spielt. Trotzdem hoffen wir, dass der Wettbewerb bei jedem Spieler den Ehrgeiz weckt, in seiner Karriere möglichst weit zu kommen.

Was sind Ihre Ziele für das Turnier?

Ruthenbeck: Wir sind ambitioniert. Mit etwas Losglück können wir weit kommen. Sollten wir uns gegen die Luxemburger durchsetzen, wartet im nächsten Schritt der dänische Meister FC Midtjylland auf uns, ein ebenfalls starker Gegner. Unser Ziel ist es, im Wettbewerb zu überwintern, um im großen Topf der besten Mannschaften in Europa vertreten zu sein.

Wird bewusst der Begriff Youth League verwendet, um zu vermeiden, dass die jungen Spieler einen Höhenflug erleben, wenn sie gegen Mannschaften in der Champions League antreten?

Ruthenbeck: Das ist in der Tat ein wichtiges Thema. Ich war nie ein Fan der Bezeichnung U19 Bundesliga, da es keine echte U19 Bundesliga ist. Wir haben drei Gruppen, und im Nachwuchsfußball müssen wir darauf achten, dass wir die Dinge nicht größer machen, als sie sind. Natürlich hat das internationale Spielen eine gewisse Bedeutung, aber es ist nicht die Champions League.

Bringt der Wettbewerb auch finanzielle Vorteile für den FC?

Ruthenbeck: Wir erhalten einen kleinen Beitrag zur Finanzierung des Auswärtsspiels. Es ist jedoch nicht so viel Geld, dass damit die gesamte Jugendarbeit für eine Saison finanziert werden kann. Ein kleiner Betrag sollte jedoch übrig bleiben.

Spüren Sie bereits Vorfreude bei den Jungs?

Ruthenbeck: Ja, definitiv. Wir merken, dass die Herausforderungen zunehmen. Neben der Youth League haben wir noch die Meisterschaft und den DFB-Pokal zu spielen. Auch für uns ist das eine ungewohnte Situation. Der Fokus einiger Spieler verändert sich, und wir müssen als Trainer darauf achten, dass wir unsere Ziele in der Meisterschaft und im Pokal nicht aus den Augen verlieren. Es ist menschlich, dass einige Spieler vielleicht unbewusst weniger geben, um sich vor dem Youth-League-Spiel nicht zu verletzen, daher müssen wir dem entgegenwirken.

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