Adi Hütter könnte zurück zur Eintracht Frankfurt kehren

Adi Hütter könnte zurück zur Eintracht Frankfurt kehren

Fünf Jahre nach seinem Abgang hat Adi Hütter gute Chancen, erneut Trainer der Eintracht Frankfurt zu werden. Sportvorstand Markus Krösche sucht nach dem Rücktritt von Albert Riera eine starke Autorität für das Team.

Markus Krösche, ein Urgestein aus Paderborn, ist bekannt für seinen sturen Charakter, was ihm als typisches Merkmal eines Ostwestfalen zugeschrieben wird, obwohl er in Hannover geboren und aufgewachsen ist. Der Sportvorstand der Eintracht hält an Überzeugungen fest, sei es in Bezug auf Personal, Strukturen oder Konzepte.

In dieser herausfordernden Saison führte das dazu, dass er Dino Toppmöller möglicherweise zu lange im Amt ließ und bei seinem Nachfolger Albert Riera einen gravierenden Fehler machte. Krösche zögerte, Riera zu entlassen, obwohl dessen Leistungen zunehmend fragwürdig wurden, was schließlich im enttäuschenden achten Platz in der Tabelle mündete.

Albert Riera hinterließ in seiner kurzen Amtszeit ein Chaos und nun beginnen die Aufräumarbeiten. Ein grundlegender Umbruch steht bevor und die entscheidende Frage ist, wer diesen auf Mannschaftsebene gestalten soll. Die Position des Cheftrainers ist dabei von zentraler Bedeutung.

Bis Mitte nächster Woche soll ein neuer Trainer vorgestellt werden, möglicherweise sogar früher. Es ist bereits bekannt, dass Ex-Trainer Adi Hütter gute Chancen hat, fünf Jahre nach seinem freiwilligen Abschied nach Mönchengladbach, wieder in Frankfurt zu arbeiten. Eine offizielle Bestätigung steht jedoch noch aus.

Hütter ist grundsätzlich interessiert, auch wenn er Anfragen aus Frankreich, insbesondere von Olympique Marseille, erhalten hat, wo er zuletzt bis Oktober 2025 in Monaco tätig war. Sein Wunschziel bleibt die Premier League, jedoch ist es unwahrscheinlich, dass in England ein geeigneter Posten bei einem ambitionierten Klub frei wird. Zudem sind die Konflikte, die Hütter bei seinem Abgang in Frankfurt verursachte, inzwischen beigelegt.

Eintracht-Boss Axel Hellmann, der damals scharfe Kritik an den Umständen der Trennung übte, hat Hütter versöhnlich die Hand gereicht, was dieser akzeptierte. Dies geschah im Frühjahr 2022, als Hellmann betonte, dass man gewisse Differenzen ausgeräumt habe und lud Hütter als Ehrengast zum Europa-League-Halbfinale gegen West Ham ein. Hütter gestand später, dass sein Abschied von der Eintracht sein größter Fehler war.

Obwohl Axel Hellmann der mächtigste Mann im Eintracht-Kosmos ist, hat er nicht die alleinige Entscheidungsgewalt bei der Trainerwahl. Wäre es nach ihm gegangen, hätte nicht Riera, sondern eher ein Trainer wie Marco Rose die Nachfolge von Toppmöller angetreten. Hellmann hält sich an die Zuständigkeiten und vertraut den Fachleuten, was er für richtig und wichtig hält, auch wenn es manchmal zu unterschiedlichen Meinungen kommt.

Wäre es anders, könnte er alles selbst übernehmen, was nicht im Sinne einer funktionierenden Organisation wäre. Daher gibt Hellmann lediglich seine Einschätzung ab, während Markus Krösche die endgültige Entscheidung trifft, da er als Sportchef die Verantwortung trägt. Krösche und Hütter haben zudem keine gemeinsame Vergangenheit, da Krösche erst nach Hütters Abgang nach Frankfurt kam. Er ist jedoch kein Typ, der gerne alte Geschichten aufwärmt.

Dennoch spricht vieles für eine Rückkehr Hütters. Krösche hat zwar nicht direkt mit ihm gearbeitet, könnte jedoch etwas Neues erwarten. Zudem zeigt die allgemeine Stimmung im Umfeld eine Offenheit für ein Comeback Hütters. Verschiedene Umfragen belegen, dass viele Fans ihm seinen unschönen Abgang verziehen haben und nun für eine Rückkehr sind.

Nach der chaotischen Zeit unter Riera sehnen sich die Menschen in Frankfurt nach Stabilität und Verlässlichkeit. Hütter bringt das notwendige Profil mit und erfüllt die Anforderungen an einen Trainer mit klaren Vorstellungen. Er ist eine Autorität, die das Team benötigt, wie Markus Krösche betont.

Hütter passt zum angestrebten neuen Stil der Eintracht, der wieder dynamischer und direkter werden soll. In seiner früheren Zeit in Frankfurt ließ er eine aggressive Spielweise zu, benötigt jedoch das passende Personal dafür. Dies wäre eine Herausforderung für Markus Krösche, denn eine Hütter-Mannschaft muss auch in der Lage sein, Hütter-Fußball zu spielen, um erfolgreich zu sein.

Darüber hinaus würde Krösche durch eine Verpflichtung Hütters sich selbst aus der Schusslinie nehmen. Mit Hütter an der Spitze könnte der in der Kritik stehende Manager auf Nummer sicher gehen und den Verein in erfahrene Hände legen. So könnte er sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren, ohne ständig Krisen bewältigen zu müssen.

Jeder wüsste, was er bekommt: Klarheit, Zielstrebigkeit und keine Unsicherheiten. Auch wenn es keine Erfolgsgarantie gibt, wäre die Wahrscheinlichkeit gering, dass es zu größeren Problemen kommt. Auswüchse wie zuletzt wären undenkbar, was für Krösche auch im Hinblick auf seine eigene Zukunft von Bedeutung ist.

Falls er sich entscheiden sollte, den Klub in einem Jahr zu verlassen, könnte er ihn in einem geordneten Zustand übergeben, anstatt im Chaos, wie es derzeit der Fall ist. Es deutet also vieles auf eine Rückkehr von Adi Hütter hin, es sei denn, Markus Krösche handelt gegen seine Gewohnheiten und trifft eine unerwartete Entscheidung.

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