Borussia Mönchengladbach: Ziele für 2026 festgelegt
Obwohl Borussia Mönchengladbach noch ein Bundesligaspiel vor der Weihnachtspause absolvieren muss, sind die Ziele für das kommende Jahr bereits klar definiert.
Mönchengladbach – Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat der Fohlen-Elf einen herausfordernden Endspurt vor der Weihnachtspause beschert. Am 15. Spieltag tritt die Mannschaft bei Borussia Dortmund an, einem Ort, der in den letzten zwei Jahrzehnten alles andere als ein Wohlfühlort für Gladbach war: In 23 Auswärtsspielen in Dortmund wurden 21 Niederlagen kassiert.
Dennoch kann Borussia mit Selbstvertrauen in das letzte Auswärtsspiel des Jahres 2025 gehen. Die Mannschaft von Eugen Polanski hat die letzten drei Auswärtsspiele in der Bundesliga gewonnen und ihre Bilanz auswärts erheblich verbessert. In 17 bisherigen Auswärtsspielen erzielte Gladbach sieben Siege, zwei Unentschieden und sieben Niederlagen.
Im Vergleich dazu feierte Gladbach 2024 nur drei Auswärtssiege, musste jedoch auch sechs Unentschieden hinnehmen und ging siebenmal als Verlierer vom Platz. Der Unterschied in der Punkteausbeute ist noch deutlicher: 2024 sammelte Gladbach in der Fremde 15 Punkte, während es in diesem Jahr bislang 23 Punkte waren.
Das Ziel für 2026 muss sein, die Konstanz auf gegnerischem Rasen beizubehalten und auch in den kommenden Auswärtsspielen regelmäßig zu punkten. Dringender ist jedoch der Auftrag, die Leistungen im Borussia-Park zu verbessern. Die Fans wurden in den vergangenen zwölf Monaten viel zu oft enttäuscht.
Zur Erinnerung: In 2025 verbuchte Gladbach in der Bundesliga nur drei Heimsiege, musste bei fünf Unentschieden insgesamt neun Niederlagen hinnehmen. Auch wenn der FC Bayern zweimal im Borussia-Park zu Gast war, spielt dies in Bezug auf andere schmerzhafte Heimspiele keine Rolle.
Ein Totalausfall ereignete sich am 22. Februar, als der FC Augsburg zu Gast war. Nach knapp 30 Minuten flog Torhüter Jonas Omlin mit Rot vom Platz, und das Spiel endete mit einer 0:3-Niederlage. Am 7. März empfing Gladbach den FSV Mainz 05, der mit einem souveränen 3:1 den Platz verließ.
Als Gladbach die überraschende Chance auf einen Europapokalplatz hatte, geriet die Mannschaft aus der Bahn. Gegen den SC Freiburg gab es am 12. April trotz zwischenzeitlicher 1:0-Führung eine 1:2-Niederlage, und am 3. Mai führte Borussia mit 2:0 gegen 1899 Hoffenheim, durfte sich aber am Ende über ein 4:4-Unentschieden freuen.
Am 17. Mai empfing der VfL Wolfsburg erstmals in 2025 den Borussia-Park und feierte einen 1:0-Sieg, der das trübe Ende des Endspurts der Borussia besiegelte. Der damalige Trainer Gerardo Seoane blieb im Amt, doch in seinen letzten beiden Heimspielen musste Gladbach am 24. August ein müdes 0:0 gegen den Hamburger SV hinnehmen und kassierte am 14. September eine 0:4-Niederlage gegen Werder Bremen.
Nachfolger Eugen Polanski musste bei seiner Heimpremiere gegen Eintracht Frankfurt am 27. September mit ansehen, wie seine Mannschaft ein Tor nach dem anderen kassierte und nach 47 Minuten mit 0:6 zurücklag. Letztlich gelang es Gladbach, auf 4:6 zu verkürzen, doch die Enttäuschung war groß. Eine weitere Niederlage gegen Wolfsburg (1:3) am 13. Dezember trübte den Jahresabschluss im eigenen Stadion.
Nicht alle Spieler messen Heimspielen eine größere Bedeutung bei als Auswärtsspielen, doch Polanski hat seit seinem Amtsantritt im September mehrfach betont, die Fans mitnehmen und ihnen etwas zurückgeben zu wollen. Daher kann sein Ziel für 2026 nur lauten, die Leistungen im Borussia-Park zu verbessern. Die Heimstärke ist ein Teil der Gladbacher Identität, die der Klub wahren muss. Dies ist in diesem Jahr eindeutig misslungen.