David Zibung: Ein möglicher Aufstieg bei Borussia Mönchengladbach
David Zibung, der nach seinem Wechsel zu Borussia Mönchengladbach als Vertrauter von Gerardo Seoane galt, steht nun im Mittelpunkt von Spekulationen über seine zukünftige Rolle im Verein.
Nachdem Borussia Mönchengladbach beschlossen hatte, trotz einer enttäuschenden Saison 2023/24 an Gerardo Seoane festzuhalten, wurde Zibung als Sportkoordinator verpflichtet. Diese Entscheidung führte zur Trennung von Sportdirektor Nils Schmadtke.
Zibung und Seoane haben eine enge Beziehung, die auf gemeinsamen Jahren beim FC Luzern basiert. Als ehemaliger Torwart war Zibung eine wichtige Vertrauensperson für Seoane und wird von Beobachtern als „Trainerflüsterer“ angesehen. Zudem spielt er eine entscheidende Rolle als Bindeglied zwischen der Mannschaft, dem Trainerteam und der Vereinsführung, indem er Probleme identifiziert, die angegangen werden müssen.
Nach der Trennung von Seoane im September wurde die Frage laut, wie es für Zibung weitergeht. Obwohl der 41-Jährige während der Trainingseinheiten nicht mehr aktiv auf dem Platz steht, bleibt er ein aufmerksamer Beobachter. Die Rheinische Post berichtet sogar über die Möglichkeit eines Aufstiegs in der Vereinsstruktur, da nach dem Rücktritt von Roland Virkus ein neuer Sportchef gesucht wird.
Die Regionalzeitung hebt Zibungs Netzwerk in der Schweiz hervor, einem für Gladbach traditionell wichtigen Markt. In diesem Zusammenhang sind die Gerüchte um Marinko Jurendić, den ehemaligen Sportdirektor von Augsburg, wenig überraschend, da er früher mit Zibung beim FC Luzern spielte. Außerdem ist es von Vorteil, dass Zibung die internen Abläufe des Klubs kennt und somit einem potenziellen Nachfolger von Virkus beratend zur Seite stehen könnte.
Für Zibung ergibt sich die Möglichkeit, sich von seinem Image als Vertrauter von Seoane zu lösen. Diese Verbindung spielte bei seinem Wechsel nach Gladbach vor einem Jahr sicherlich eine Rolle, während sich ihm gleichzeitig die Chance für den nächsten Schritt in seiner Karriere bietet.
Seine Entwicklung könnte ähnlich verlaufen wie die von Raffael, der bereits zum dritten Mal mit Lucien Favre zusammenarbeitet, nachdem er zuvor beim FC Zürich und Hertha BSC unter ihm gespielt hatte. Nach Favres Rücktritt im September 2015 blieb Raffael weitere fünf Jahre in Gladbach und konnte sich von dem Image des „Favre-Zöglings“ befreien. Zibung steht vor einer ähnlichen Chance.