DFB-Team auf WM-Auslosung: Respekt vor den Gruppengegnern

DFB-Team auf WM-Auslosung: Respekt vor den Gruppengegnern

Nach der Auslosung der Gruppen für die kommende WM stehen die Gegner des DFB-Teams fest. Bundestrainer Julian Nagelsmann möchte jedoch nicht zu weit in die Zukunft blicken und betont die Notwendigkeit des Respekts.

Washington D.C. – Am Freitag fand im Kennedy Center in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington D.C. die bedeutende Gruppenauslosung für die WM 2026 statt. Trotz der aufwendigen Inszenierung, die viele Zuschauer als störend empfanden, erfüllte das Event seinen sportlichen Zweck und bescherte dem DFB eine vermeidbare „Todesgruppe“.

In der Weltmeisterschaft, die in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird, muss das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann im Juni gegen Curacao, die Elfenbeinküste und Ecuador antreten, um sich für die nächste Runde zu qualifizieren. Die Gruppe wird als machbar eingeschätzt, was bereits erste Spekulationen über mögliche Gegner in der K.o.-Phase auslöste.

Allerdings möchte sich Nagelsmann nicht auf diese Überlegungen einlassen. „Es ist normal, dass man den Verlauf ein wenig durchdenkt. Das haben wir jedoch noch nicht gemacht“, erklärte Nagelsmann nach der Auslosung gegenüber dem ZDF. Für den 38-Jährigen ist es entscheidend, zunächst die Gruppenphase zu überstehen und „nicht den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen“.

Aus der Perspektive des Trainers ist es auch eine Frage des Respekts und einer professionellen Herangehensweise, nicht vorschnell auf die nächsten Runden zu schauen. Zwar sind die Gruppengegner des DFB im Weltfußball nicht als übermächtig zu betrachten, doch scheiterten die Deutschen in den vergangenen Weltmeisterschaften 2018 und 2022 an Teams wie Mexiko, Südkorea und Japan. Daher werde man auch gegen den WM-Neuling Curacao „nicht den Fehler machen, sie zu unterschätzen“.

Dennoch kritisiert Nagelsmann das Spekulieren und Rechnen der Medien und Fans nicht. „Es ist ganz normal, dass man sich fragt, wer in den nächsten Runden warten könnte und wen man besiegen muss, um weiterzukommen“, gesteht der Bundestrainer. Für den 28-Jährigen gibt es jedoch zunächst wichtigere Aufgaben, bevor er sich Gedanken über mögliche K.o.-Gegner und Szenarien machen kann – wie beispielsweise die Suche nach einer geeigneten Unterkunft in den USA.

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