Die Torwartfrage der deutschen Nationalmannschaft vor der WM 2026
Wer wird das Tor der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 hüten? Bundestrainer Julian Nagelsmann möchte sich dazu noch nicht festlegen.
In Leipzig hat Oliver Baumann, der 35-jährige Torwart, eine beeindruckende Bilanz im DFB-Team vorzuweisen. Er stand bereits zehnmal im Kasten der Nationalmannschaft, aus denen die Mannschaft acht Siege und nur eine Niederlage verzeichnen konnte. Besonders hervorzuheben ist sein herausragendes Spiel beim 6:0-Sieg gegen die Slowakei, wo er zum fünften Mal in Folge die Null hielt. Deutschland hat sich somit für die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada qualifiziert.
Als es gegen die Slowakei darauf ankam, war Baumann zur Stelle. Nach einer turbulenten Situation lenkte er den Ball beim Stand von 1:0 mit den Fingerspitzen um den rechten Pfosten. Solche außergewöhnlichen Paraden sind in nahezu jedem seiner Spiele zu beobachten. Dennoch bleibt die Frage nach der Nummer eins im Tor ein heiß diskutiertes Thema.
Nach dem Spiel äußerte sich Nagelsmann beim ZDF: „Wir haben uns oft genug zu diesem Thema geäußert. Oliver ist ein toller Typ und ein guter Fußballer. Er tritt bescheiden auf und gibt der Mannschaft viel.“ Das klingt zwar nach einer klaren Nummer eins, doch eine endgültige Entscheidung steht noch aus.
„Oliver macht es aktuell gut. Aber wir sind keine Hellseher“, erklärte Nagelsmann und ließ die Möglichkeit offen. Im Fokus steht auch Marc-André ter Stegen. Der FC Barcelona-Torwart kämpft um seine Fitness nach einer Rückenoperation. Sollte er rechtzeitig fit werden und die nötige Spielpraxis sammeln, könnte er im Tor stehen.
Und was ist mit Manuel Neuer? Die Spekulationen über ein Comeback reißen nicht ab. Baumann hingegen hat konstant gute Leistungen gezeigt und gibt alles. „Ich möchte auch bei der WM spielen, aber es gibt eine Hierarchie von Julian, und die Mannschaft hat Vorrang. Eine Kampfansage würde nur Unruhe stiften“, sagte Baumann im kicker.
Bis zum WM-Start am 11. Juni sind noch viele Monate, in denen jeder Spieler die Gelegenheit hat, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Baumann zeigt sich selbstbewusst. Er ist kein Lautsprecher, aber dennoch eine wichtige Stütze für das Team. Er hat sich Argumente für die Position als Nummer eins erarbeitet, doch ob sich an diesem Status etwas ändert, liegt nicht allein in seiner Hand.