England besiegt Frankreich im kleinen WM-Finale

England besiegt Frankreich im kleinen WM-Finale

Das kleine Finale der WM 2026 sorgte für Begeisterung mit insgesamt zehn Toren. Während die Medien das Spektakel lobten, äußerte sich Marcell Jansen deutlich kritischer zu dem Spiel.

In Miami setzte sich England am Samstagabend in einem historischen Match mit 6:4 gegen Frankreich durch und sicherte sich damit den dritten Platz. Die „Three Lions“ hatten zwischenzeitlich bereits mit 4:0 geführt, bevor Frankreich zurückkam. Besonders hervorzuheben ist Bayern-Star Michael Olise, der nach dem Spiel Trost benötigte.

Die Presse feierte die Partie, die im Vorfeld wenig Beachtung fand und von beiden Trainern als unbedeutend eingestuft wurde. Jansen, der ehemalige DFB-Star, äußerte in „Die WM-WG“ von Absolut Fussball powered by IPPEN.MEDIA kritische Anmerkungen. Er betonte, dass der Glanz des Spiels um Platz drei in den letzten Turnieren verloren gegangen sei.

Jansen weiß, wovon er spricht: Der ehemalige deutsche Nationalspieler nahm selbst an zwei Spielen um Platz drei teil – 2006 gegen Portugal und 2010 gegen Uruguay, wobei er 2010 sogar ein Tor erzielte. „Das zeigt, wie sich der Fußball und sein Selbstverständnis verändert haben. Früher war das Spiel um Platz drei von großer Bedeutung, wenn man sieht, wie Uruguay oder Portugal gegen uns (das DFB-Team, Anm.) antraten, um zu gewinnen“, sagte der frühere Verteidiger.

„Heute sieht man eine Weltmeisterschaft, bei der beide Teams zu Recht nicht im Finale stehen und dann wie kleine Kinder beleidigt sind und das Spiel ruinieren. Diese Respektlosigkeit und ein 6:4 kann ich nicht ernst nehmen. Sie hätten es einfach im Elfmeterschießen entscheiden können“, fügte Jansen hinzu.

„Ich verstehe die ablehnende Haltung der beiden Teams, wenn man bedenkt, wie viele Spiele inzwischen noch hinzukommen, oder die Enttäuschung über das verpasste Finale. Aber auch wir hatten damals großen Frust und vergessen manchmal die Spieler, die durch ein solches Spiel noch einmal Einsatzzeit bekommen. Für das Land geht es immerhin darum, auf das Treppchen zu kommen“, erklärte Jansen.

„Wenn wir an den Punkt gelangen, dass ein Spiel um Platz drei bei einer Weltmeisterschaft nichts mehr wert ist, dann wünsche ich viel Spaß in den kommenden Jahren beim Fußball“, schloss der 40-Jährige. Bereits im Vorfeld war die Sinnhaftigkeit des Spiels in Frage gestellt worden, und auch beide Trainer hatten sich skeptisch und ablehnend zu dem Duell um Platz drei geäußert.

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