Eugen Polanskis Herausforderungen als Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach
Für Eugen Polanski, den Trainer von Borussia Mönchengladbach, ist sein erstes Engagement als Chefcoach in der Bundesliga eine herausfordernde Aufgabe. Trotz der Schwierigkeiten erhält er viel Unterstützung.
Mönchengladbach – Eugen Polanskis erste Saison als Cheftrainer in der Bundesliga verläuft alles andere als reibungslos. Der in Viersen geborene Ex-Profi hat stets betont, dass Borussia Mönchengladbach „sein“ Verein ist. Doch die aktuelle Saison ist von sportlichen Höhen und Tiefen geprägt, und die Abstiegssorgen sind spürbar.
Bemerkenswert ist jedoch der Zuspruch, den der 39-Jährige rund um den Traditionsklub erhält, auch wenn die Ergebnisse nicht optimal sind. Vor dem Auswärtsspiel am Freitag (20.30 Uhr – alle TV-Infos) gegen den FC Bayern steht Gladbach mit 25 Punkten auf dem zwölften Tabellenplatz, was einen Vorsprung von drei Punkten auf den Relegationsplatz 16 bedeutet. Der Abstand zum ersten Abstiegsplatz beträgt fünf Punkte.
Es ist klar, dass die kommenden Wochen für Borussia Mönchengladbach herausfordernd werden, denn nach dem Spiel in München warten weitere Partien gegen Teams wie den FC St. Pauli, den 1. FC Köln, Mainz 05 und den VfL Wolfsburg. Je nach sportlichem Verlauf könnte der Druck auf Polanski in dieser Zeit weiter steigen.
Lars Stindl, ehemaliger Kapitän der Borussia, ist sich jedoch sicher, dass Polanski der richtige Mann für den Verein ist. In einem Interview mit ran.de äußerte er sich als „großer Fan von Eugen“ und freute sich, dass dieser endlich die Chance als Cheftrainer erhält, da er seine Qualitäten bereits mehrfach unter Beweis gestellt hat.
Besonders beeindruckt hat Stindl, wie gut Polanski die schwierige Ausgangssituation zu Beginn der Saison gemeistert hat. „Das zeigt, dass er mit Druck umgehen und durch schwierige Phasen navigieren kann“, so Stindl. Dies bewies Polanski zuletzt, als Borussia Mönchengladbach durch ein späte Tor in der Nachspielzeit mit 1:0 gegen Union Berlin gewann, obwohl zuvor Diskussionen über seine Position aufgekommen waren.
Der ehemalige Torhüter Jörg Stiel hatte bereits erklärt, dass man im Zweifel auch mit Polanski in die 2. Liga gehen sollte. Stindl, der von 2015 bis 2023 in Gladbach spielte, glaubt, dass ein Klassenerhalt „auch etwas wachsen“ kann: „Erfahrung, Reife, Zusammenhalt. Im Sommer wird es dann darum gehen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.“
Polanski steht dabei im Fokus, denn „Eugen muss die Zeit bekommen, um mit dem Kader ins Detail zu gehen, Dinge zu verändern und gezielt nachzusteuern. Ihm und seinem Team muss die Möglichkeit gegeben werden, eine Mannschaft aufzubauen, die klar seine Handschrift trägt“, fordert Stindl. Mit diesem Vertrauen und einer klar strukturierten Vorbereitung könne man dann in die neue Saison starten, mit dem Ziel, sich stabiler und klarer zu positionieren, so der 37-Jährige.