FC Bayern München erreicht historische Bilanz vor der Winterpause

FC Bayern München erreicht historische Bilanz vor der Winterpause

In der Vereinsgeschichte des FC Bayern München gab es noch nie eine bessere Serie bis zur Winterpause als unter Trainer Vincent Kompany. Diese Leistung findet auch bei der Konkurrenz Anerkennung.

Die Münchener haben den Franz-Beckenbauer-Supercup gewonnen und einen europäischen Rekord mit 16 Pflichtspielsiegen in Folge aufgestellt. In der Champions League besiegten sie unter anderem den Klubweltmeister Chelsea mit 3:1 sowie Titelverteidiger PSG auswärts und in Unterzahl mit 2:1. Zudem erreichte die Mannschaft nach mehreren Jahren wieder das DFB-Pokalviertelfinale und dominierte in der Bundesliga RB Leipzig (6:0), Bayer Leverkusen mit einer B-Elf (3:0), Eintracht Frankfurt (3:0) und VfB Stuttgart (5:0) sogar auswärts.

Mit einem Bundesligarekord von 41 Punkten und einem Torverhältnis von 55:11 nach 15 Spieltagen ging der FC Bayern in die Winterpause. Insgesamt hat der Verein mit 22 Siegen aus 25 Pflichtspielen, nur zwei Unentschieden und einer Niederlage sowie einem Torverhältnis von 85:24 die beste Bilanz seiner Vereinsgeschichte vor Weihnachten erreicht.

Der Rekordmeister startete besser in die Saison als je zuvor, obwohl vor der Teilnahme an der Klub-WM ein katastrophaler Fehlstart prognostiziert wurde. Das Gegenteil trat ein, was offenbar auf das menschliche Zusammenwachsen während des Turniers zurückzuführen ist. Im Vergleich dazu können die großen Bayern der 1970er Jahre mit Beckenbauer, Müller und Maier, die dominanten Guardiola-Jahre (2013-2016) sowie die legendären Triple-Teams (2012/2013 und 2019/2020) nicht mithalten.

Die Ausgangslage für die Mannschaft von Vincent Kompany vor dem Jahreswechsel ist in allen drei Wettbewerben ausgezeichnet: In der Champions League ist eine gute Platzierung für die direkte Qualifikation zum Achtelfinale sehr wahrscheinlich. Im DFB-Pokal geht die Mannschaft als klarer Favorit ins Viertelfinale gegen Leipzig, nachdem sie drei Auswärtsspiele hinter sich hat. Der Gewinn der 35. Deutschen Meisterschaft scheint angesichts von neun Punkten Vorsprung und einem um 30 Tore besseren Torverhältnis auf den Tabellenzweiten Borussia Dortmund kaum noch zu verhindern zu sein.

Der BVB-Geschäftsführer Sport, Lars Ricken, äußerte sich in einem Interview mit dem kicker über die Saisonziele und überraschte mit einer bemerkenswerten Prognose für Bayern: „Realistisch betrachtet müssen wir nach ganz oben schauen, die Bayern machen es einfach gut“, sagte der 49-Jährige und fügte hinzu: „Normalerweise werden sie Deutscher Meister, DFB-Pokal-Sieger und Champions-League-Sieger.“

Dennoch kann der BVB mit der bisherigen Saison durchaus zufrieden sein. Mit 32 Punkten aus 15 Spielen hat Schwarz-Gelb die beste Ausbeute seit sieben Jahren erzielt und steht in der Champions League auf Platz 10 mit realistischen Chancen auf die direkte Achtelfinal-Qualifikation, die eine Platzierung unter den Top 8 erfordert. Lediglich das Pokal-Aus gegen Leverkusen schmerzt die Borussen.

Ricken sieht den Rivalen aus München somit faktisch als künftigen Triple-Sieger. In den Medien, unter den Anhängern und im Umfeld des Rekordmeisters wird diese Möglichkeit bereits diskutiert, während die Vereinsverantwortlichen lieber zurückhaltend bleiben. Dass eine derartige Prognose vom härtesten Rivalen im nationalen Fußball so deutlich ausgesprochen wird, ist für die Bayern-Neuigkeiten bemerkenswert.

Für den BVB selbst bedeutet dies: Der Traum von der Meisterschaft lebt theoretisch weiter, wird jedoch nur möglich, wenn der FC Bayern völlig unerwartet schwächelt. Ricken glaubt nicht daran und erklärt, worauf es für seinen Klub im neuen Jahr ankommt: „Wir müssen die Spannung hochhalten, das sind wir jedem Fan schuldig“. Das oberste Ziel bleibt ein souveräner Einzug in die Champions League – ohne das Zittern, das den BVB in den vergangenen Spielzeiten stets begleitet hat. Auch in der Königsklasse sollen „noch ein paar magische Nächte“ folgen. Intern gilt das Viertelfinale als realistisches Minimalziel.

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