FC Bayern München führt die Ausgaben für Spielerberater in der Bundesliga an
Der Fußball ist ein Millionen-Business, auch für Berater. Dies wird deutlich, wenn man die Ausgaben der Vereine für diese betrachtet. Der FC Bayern München steht dabei unangefochten an der Spitze.
München – Der Wettlauf um die besten Spieler der Welt wird immer kostspieliger. Dies zeigt sich nicht nur in den hohen Transfersummen, sondern auch in den Ausgaben der Vereine der 1. und 2. Bundesliga für Spielerberater. Diese profitieren insbesondere von Provisionszahlungen bei Transfers und Vertragsverlängerungen.
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) meldete für die Saison 2024/25 ein neues Allzeithoch in ihren Finanzkennzahlen. Im Vergleich zur Vorsaison stiegen die Ausgaben der DFL-Vereine um etwa acht Prozent von 274 auf 297 Millionen Euro. Der größte Teil entfällt dabei auf die Bundesliga, die 269,56 Millionen Euro ausgab (23/24: 249,72 Millionen Euro), während die 2. Bundesliga auf 27,31 Millionen Euro anstieg (23/24: 24,66 Millionen Euro).
Der FC Bayern München ist der größte Ausgeber in dieser Kategorie. Er führte die Bundesliga mit einem Anstieg seiner Ausgaben auf 47,79 Millionen Euro im betrachteten Geschäftsjahr an. Diese Entwicklung war zu erwarten, da unter anderem die Transfers von Michael Olise, Joao Palhinha und Hiroki Ito, die insgesamt über 100 Millionen Euro kosteten, in das Geschäftsjahr 2024/25 fielen.
Die Bedeutung der Beraterkosten im modernen Fußball wird auch durch den Personalaufwand für die Saison 2024/25 deutlich. Im Vergleich zum gesamten Personalaufwand von 443,48 Millionen Euro entfallen beim Rekordmeister bereits über 10 Prozent auf die Beraterkosten. Auch in den kommenden Jahren ist kein schneller Wandel bei diesen Kosten zu erwarten; sie verfestigen sich vielmehr als normale Entwicklung im Fußballbusiness.
In absoluten Zahlen dominiert der FC Bayern nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch außerhalb. Der Erzrivale Borussia Dortmund folgt mit über 17 Millionen Euro weniger Ausgaben für Berater (32,25 Millionen Euro). RB Leipzig, als nächstgelegener Verfolger, gab 39,81 Millionen Euro für Spielerberater aus, jedoch bei einem weniger als halb so hohen Personalaufwand.
In München muss niemand wegen der hohen Ausgaben in Panik geraten, außer vielleicht Fußballtraditionalisten. Mit einem Überschuss von 27,1 Millionen Euro, der im Geschäftsjahr 2024/25 erwirtschaftet wurde, bekräftigt der FC Bayern einmal mehr sein Ziel, die finanzielle Stabilität des Vereins zu jeder Zeit zu gewährleisten.