FC Bayern: Verletzungsfreier Kader und Herausforderungen für Trainer Kompany
Der FC Bayern München sieht sich derzeit mit einem „Luxusproblem“ konfrontiert, das Raum für Spekulationen und Diskussionen bietet: Zum ersten Mal in der Trainer-Ära von Vincent Kompany ist der gesamte Kader verletzungsfrei.
Der Cheftrainer des FC Bayern, Vincent Kompany, findet sich in einer Situation wieder, die er sich seit Beginn seiner Amtszeit gewünscht hat: Alle Spieler stehen ihm zur Verfügung, ohne Verletzungen oder Krankheiten. Diese erfreuliche Lage hat jedoch auch negative Konsequenzen. In internationalen Wettbewerben dürfen zehn Feldspieler auf der Auswechselbank Platz nehmen, während es in der Bundesliga lediglich acht sind. Der aktuelle Profikader des FC Bayern umfasst jedoch 19 Spieler.
Dies bedeutet, dass ein Spieler trotz Fitness und Spielbereitschaft auf der Tribüne sitzen muss. Im Topspiel gegen die TSG Hoffenheim traf es den Südkoreaner Minjae Kim, was sofort Diskussionen über seine Zukunft beim Rekordmeister auslöste. Vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale gegen RB Leipzig wird spekuliert, dass Leon Goretzka in eine ähnliche Rolle gedrängt werden könnte. Auf einer Pressekonferenz vor dem Spiel wurde Kompany auf diese Situation angesprochen.
Der Belgier reagierte sichtlich unzufrieden, als der Name Goretzka explizit genannt wurde. Er betonte, dass die Situation grundsätzlich positiv sei: „Die Jungs sind fit und ich wünsche mir, dass diese Situation bis zum Ende der Saison anhält. Wir werden so oft wie möglich Spieler wechseln. Wenn alles gut läuft, haben wir morgen wieder einen vollständigen Kader.“
Ob es gegen Leipzig tatsächlich Goretzka treffen wird, der den Rekordmeister im Sommer nach acht Jahren verlassen könnte, ließ der 39-jährige Trainer offen: „Ich werde die Entscheidung heute Abend treffen. Es ist eine positive Sache, dass die Spieler fit sind. Natürlich freue ich mich nicht für den Spieler, der zu Hause bleiben muss, aber ich bin glücklich über die Verfügbarkeit aller Spieler.“
Kompany betont, dass jeder Spieler im Kader wichtig ist und eine vorübergehende Versetzung auf die Tribüne keineswegs als Degradierung zu verstehen ist. Weniger erfreut ist er jedoch über das bevorstehende Bundesliga-Spiel am Samstag in Bremen, wo ihm die Entscheidung abgenommen wird, da Michael Olise aufgrund seiner fünften gelben Karte fehlen wird.